Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Ribbesbüttel aufgeführt.
  • Vollbüttel: Im Raiffeisengebäude soll eine Kita einziehen

    Vollbüttel: Im Raiffeisengebäude soll eine Kita einziehen

    Pläne für Übergangslösung in altem Jugendtreff – Saal wird zum Ausweichquartier für Vereine

    Von Ron Niebuhr

     

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    Raiffeisengebäude Vollbüttel: Im alten Jugendtreff soll vorübergehend eine Kita eingerichtet werden.foto: Sebastian Preuß

    Ribbesbüttel.Ums Vollbütteler Raiffeisengebäude ging es jüngst im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel. Darin sollen die Räume des ehemaligen Jugendtreffs vorübergehend als Kindertagesstätte dienen. Zudem widmete man sich der Frage, ob und wie das Obergeschoss genutzt werden kann.

    Zwischen 60 und 70 Plätze zur Kinderbetreuung fehlen aktuell in der Samtgemeinde Isenbüttel. Die geplanten Erweiterungen der Kitas in Ribbesbüttel und Wasbüttel allerdings würden wohl erst in zwei bis drei Jahren fertiggestellt, meinte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Daher habe die Samtgemeindeverwaltung nach Alternativen gesucht. Fündig wurde man im Raiffeisengebäude. Die Räume des früheren Jugendtreffs, die inzwischen von Vereinen genutzt werden, seien ideal geeignet für eine provisorische Kita.

    Die Samtgemeinde entrichtet für die Dauer der Nutzung eine Gebühr an die Gemeinde. Diese wiederum reiche 400 Euro monatlich als Zuschuss an den MTV Vollbüttel weiter, damit der Verein den alten Vollbütteler Saal als Ausweichquartier mieten kann, erläuterte Buske. Christian Wrede (CDU) fand es „schwer begreiflich“, dass 70 Betreuungsplätze in der Samtgemeinde fehlen. Für ihn sei das ein Zeichen von „schlechter Planung“. Insofern müsse man froh sein, dass man in Vollbüttel eine Lösung gefunden habe.

    Auch Albert Jäger (CDU) begrüßte das Vorhaben. Allerdings sollte man die übrigen Vereine stärker unterstützen, wenn der MTV künftig einen monatlichen Mietzuschuss erhalte. Schützenfeste etwa seien kaum mehr kostendeckend zu realisieren. Da sollte die Gemeinde helfend einspringen. Harald Schönhoff (CDU) wies darauf hin, dass zumindest sicherzustellen sei, dass nicht nur der MTV sondern auch andere Vereine und Gruppen aus dem Dorf bei Bedarf den Vollbütteler Saal nutzen können.

    Der Ausschuss einigte sich darauf, der Samtgemeinde die Nutzung des ehemaligen Jugendtreffs zu gestatten, sofern der Gemeinde dadurch keine Kosten entstehen. Die Nutzung des Vollbütteler Saals sollte vom MTV als Mieter anderen Vereinen ermöglicht werden. Zudem soll dem MTV ein Mietzuschuss in Höhe von 400 Euro pro Monat gewährt werden. Allerdings nur so lange, wie die Samtgemeinde eine Nutzungsgebühr für den Treff entrichtet, zuzüglich einer Übergangsfrist von maximal sechs Monaten.

    Bürgermeister Buske sagte abschließend, dass für die Einrichtung der Kita noch einige Details zu klären seien. „Von der Landesschulbehörde gab es bisher nur eine mündliche Zusage“, sagte er. Und zwar mit Auflagen, etwa das Grundstück einzuzäunen und einen eigenen Spielplatz anzulegen. Eine Rückkehr der Dartsparte des MTV in den Treff hält der Bürgermeister übrigens für möglich. „Aber nur ins Obergeschoss“, betonte er. Das Erdgeschoss sollte man für künftige Mieter des Veranstaltungssaals vorhalten. Im interfraktionellen Gespräch hatte man sich darauf verständigt, Aufwand und Kosten für den Ausbau des Obergeschosses zu ermitteln. Im aktuellen Haushaltsplan seien vorerst nur 30.000 Euro zur Unterhaltung vorgesehen, berichtete Vorsitzender Raimund Heimann. Erforderlich seien bei öffentlicher Nutzung des Obergeschosses eine Fluchttreppe und wohl auch eine bessere Lüftung. Geprüft werden soll zudem, ob der Ausbau im Förderprogramm zur Dorfentwicklung erfolgen kann. Bürgermeister Buske versicherte, dass es zunächst nur darum gehe, Pläne zu erstellen, Kosten zu ermitteln, das Projekt vorsorglich in die Dorfentwicklung aufzunehmen und Haushaltsmittel im kommenden Jahr einzustellen. „Der Rat kann den Ausbau danach immer noch stoppen“, erklärte er. Der Ausschuss stimmte zu.

    AZ 09.04.2022

  • Ribbesbüttel. Der Treff könnte zur temporären Kindertagesstätte für bis zu 16 Kinder umgebaut werden, weil in der Samtgemeinde 70 Krippen- und Kitaplätze fehlen.

    Ribbesbüttel. Der Treff könnte zur temporären Kindertagesstätte für bis zu 16 Kinder umgebaut werden, weil in der Samtgemeinde 70 Krippen- und Kitaplätze fehlen.

    Paukenschlag im Jugendausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel: Weil auf Samtgemeindeebene wohl bis zu 40 Krippen- und 30 Kitaplätzefehlen, stand ein Grundsatzbeschluss zur Nutzung des Treffs in Vollbüttel als zeitlich befristete Kindertagesstätteauf der Tagesordnung. Dafür gab es einstimmig grünes Licht.

    Noch ist nichts beschlossen. Die Entscheidung steht und fällt mit den Ergebnissen einer Begehung der Räumlichkeit im Erdgeschoss des Raiffeisengebäudes, die sich laut Landesschulbehörde für eine Nutzung als Kita eignen würde. Dabei soll festgestellt werden, welche Umbauten notwendig wären, damit dort ab dem neuen Kita-Jahr bis zu 16 Kinder

    Für diesen Fall würde die Samtgemeinde die Räume mieten und alle Kosten für den Um- und Rückbau tragen. Denn die Politik gab vor, dass die Nutzung sechs Monate nach Inbetriebnahme der geplanten Erweiterung der Kita in Ribbesbüttel enden soll.

    Trotz der ungeteilten Zustimmung gab es im Gremium unter Vorsitz von Raimund Heimann (SPD) an die Adresse der Samtgemeinde gerichtete Kritik. „Es ist für mich schwer begreiflich, wieso plötzlich so viele Plätze fehlen“, sagte Christian Wrede (CDU). „Das ist eine schlechte Planung, aber wir müssen die Plätze schaffen, daran führt kein Weg vorbei.“

    In Ribbesbüttel fehlen die meisten Betreuungsplätze

    Nach Auffassung von Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus gibt es mehrere Faktoren für den gestiegenen Bedarf. Einer ist das Neubaugebiet in Vollbüttel. „Die meisten Plätze fehlen in der Gemeinde Ribbesbüttel“, sagte er. „Deshalb entsteht dort der Anbau und deshalb wollen wir den Eltern dort eine wohnortnahe Betreuung anbieten.“ Laut Verwaltung ist Ribbesbüttel mit 24 fehlenden Kitaplätzen der Brennpunkt.

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    Bürgermeister Hans-Werner Buske im Treff im Raiffeisengebäude, der zur temporären Kita werden könnte.  Foto: Daniela Burucker

    Sollte es von der Behörde grünes Licht geben, ohne das Umbauen im großen Stil zu fordern, soll zeitnah der Startschuss fallen. Damit würden Gruppen und Vereine, insbesondere die Dart-Sparte des MTV Vollbüttel, ihr Domizil vorerst verlieren. Auch dafür präsentierte Bürgermeister Hans-Werner Buske bereits eine Lösung. Demnach soll der MTV den Saal für seine Zwecke mieten und dafür einen monatlichen Zuschuss von 400 Euro erhalten, der über die Nutzungsgebühr für den Treff von der Samtgemeinde getragen wird.

    Mit dem Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Obergeschosses des Raiffeisengebäudes als öffentliche Räumlichkeit wurde der politische Streit um die Nutzung beigelegt. Im Vorfeld hatte man sich bei einem interfraktionellen Gespräch über die Eckdaten verständigt.

    Harsche Kritikgab es am Zeitplan der Planung zum Bau einer Seniorenwohnanlagein den Langen Ehlern. Im Hinblick auf rasant steigende Baukosten äußerten Teile der Politik Unverständnis, dass Gespräche darüber zwischen Gemeinde, Investoren und Samtgemeinde erst nach der Sommerpausestattfinden sollen. Laut Buske tritt wohl die Samtgemeinde auf die Bremse.

    GR 08.04.2022

     

  • Der Ribbesbütteler Organisator Willi Heilmann: Das Risiko ist schon enorm.

    GIFHORN.  Der Ribbesbütteler Organisator Willi Heilmann: Das Risiko ist schon enorm. Ukraine-Hilfe Aller-Oker bringt alle Gastgeber und Gäste zusammen.

    Mitten im Gespräch heult das Handy von Andre los: „Luftalarm in Riwne“, sagt der Ukrainer und zeigt die Meldung. Dorthin werden er und sein Landsmann Anatoli bald aufbrechen, um von Gifhorn aus Hilfsgüter in die Großstadt zu bringen. Organisiert hat die Unterstützung Willi Heilmann aus Ribbesbüttel, der in der Nähe von Riwne geboren wurde, seine Mutter ist Ukrainerin. Während er die Tour bereits dreimal absolviert hat, kam sein Vater Frank am Sonntag von der fünften Fahrt zurück.

    Extreme Ungewissheit

    Familie und Bekannte seien soweit wohlauf, berichtet Willi Heilmann, ein Teil der Familie im Landkreis in Sicherheit. Er übersetzt die Berichte der beiden Ukrainer, die von einer unruhigen Lage erzählen, dem Raketenbeschuss durch die russische Armee, vor allem aber von der extremen Ungewissheit, die die Menschen zunehmend in Panik versetze. „Aus kriegstaktischen Gründen gibt es keine Informationen. Niemand weiß, wo es wann einschlägt und auch die Fahrt nach Riwne wird immer gefährlicher. Mein Vater fuhr beispielsweise am Flughafen vorbei, als die Russen diesen bombardierten. Das Risiko ist schon enorm“, betont Willi Heilmann.

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    Der Ribbesbütteler Willi Heilmann (von rechts) belädt mit den beiden ukrainischen Fahrern Anatoli und Andre, die bei Sebastian Wosny logieren, den 15-Tonner in einer Gifhorner Halle.

    Foto: Reiner Albring / BZV

    Logistik wird ausgebaut

    Aber die Hilfe, alles aus privaten Spenden, sei enorm wichtig. So befänden sich in Riwne etwa 45.000 Flüchtlinge, beispielsweise am Sonntag seien in Bussen 200 Menschen aus Mariupol hinzugekommen. Heilmann: „Es besteht Bedarf ohne Ende und wir bauen die Logistik aus. Wir liefern die Sachen direkt an die Stadtverwaltung, das System hat sich bewährt. Vor Ort werden die Lieferungen dann sortiert und gehen an die Flüchtlinge, die Krankenhäuser oder an die Front.“

    Nächsten Konvoi geplant

    Wie wichtig diese Hilfe auch psychologisch für die Ukrainer ist, wissen auch Wiebke Niebuhr (Päse) und Hinnerk Bode-Kirchhoff (Höfen). Sie haben am 28. Februar die Initiative Ukraine-Hilfe Aller-Oker gegründet. Grundlage dafür waren persönliche Beziehungen Bode-Kirchhoffs nach Siret an der rumänisch-ukrainischen Grenze und Charkiw. Zehn Transporter, drei davon mit großen Anhängern, waren schon unterwegs, gesteuert von Fahrerinnen und Fahrern aus unserer Region. Der nächste Konvoi startet voraussichtlich am 4. April.

    Wiebke Niebuhr und Hinnerk Bode-Kirchhoff haben die Ukraine-Hilfe Aller-Oker gegründet. 

    Foto: Reiner Albring / BZV

    Doch die Ukraine-Hilfe Aller-Oker möchte auch hier vor Ort helfen. Mittlerweile sind bei ihr rund 60 Gastgeber gelistet und etwa 40 ukrainische Gäste untergebracht. In eine Whatsapp-Gruppe seien rund 140 Leute eingetreten und hätten sich in sechs Arbeitsgruppen unterteilt. „Alle haben ihre Kompetenzen eingebracht“, erklärt Wiebke Niebuhr. Auch die Unterstützung aus der örtlichen Wirtschaft sei riesengroß, reiche von Benzin, über Fahrzeugbereitstellung bis hin zu deren Reparatur.

    Ukrainer willkommen heißen

    Ein großes Anliegen sei es laut Bode-Kirchhoff, ein Netzwerk aufzubauen, „um die Menschen aus der Ukraine bei uns willkommen zu heißen und Kontakte und Begegnungen in den nächsten Monaten zu organisieren. Wir arbeiten eng mit der Samtgemeinde, den Kirchengemeinden oder dem Verein Aktiv für Menschen zusammen. Besonders wollen wir Informationen sammeln, weitergeben und Menschen zusammenbringen.“

    Den Auftakt dazu bildet am Mittwoch ein Treffen aller Gastgeber und deren ukrainischen Gäste in der Mensa der Hauptschule Meinersen. Infos zur Initiative unter www.ukrainehilfe-aller-oker.de.

    GR 29.03.2022

  • Lagerraum wird saniert, dafür kein Geld für Dorfarchiv

    Lagerraum wird saniert, dafür kein Geld für Dorfarchiv

    Der Rat Ribbesbüttel stimmt für den Etat mit Mitteln für das Raiffeisengebäude.

    Daniela Burucker

    Vollbüttel. Der Etat für 2022 ist in trockenen Tüchern und die Kuh ist vom Eis. Hatte sich die Politik im Finanzausschuss noch heftig um die Zweckbindung der Mittel gezofft, die für geplante Umbauten im Raiffeisengebäude veranschlagt sind, stimmte der Gemeinderat Ribbesbüttel dem 2,3-Millionen-Euro-Haushalt geschlossen und ohne neuerliche Diskussion zu.

    Dafür wurden die 30.000 Euro, die zur Errichtung eines Dorfarchivs als Investition im Finanzhaushalt platziert waren, zur Lagerraum-Instandhaltung umgemünzt. Damit steigt der veranschlagte Fehlbetrag im Ergebnishaushalt auf 342.900 Euro. Was tatsächlich aus dem Raum wird, auf den auch Vereine ein Auge geworfen haben, steht noch in den Sternen.

    Bürgermeister beklagt hohe Belastung durch Umlagen

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    Bürgermeister Hans Werner Buske. Daniela Burucker

    In seiner Bewertung der Zahlen beklagte Bürgermeister Hans-Werner Buske (CDU) die hohe Belastung durch die Umlagen. „Diese 95 Prozent huschen einfach vorbei und sind weg“, sagte Buske, der zugleich betonte, dass die Gemeinde durch das Millionen-Projekt zur Erweiterung der Kita in Ribbesbüttel in diesem Jahr stark von der Samtgemeindeumlage profitieren wird.

    Wer auf Papiervorlagen verzichtet, bei der Ratsarbeit auf das digitale Angebot setzt und private Geräte nutzt, erhält für die komplette Wahlperiode eine zusätzliche Aufwandsentschädigung von 420 Euro. Für diejenigen, die weiterhin mit Papiervorlagen arbeiten wollen bleibt alles beim Alten.

    Heerstraße soll eine „unechte Einbahnstraße“ werden

    Bei der anstehenden Sperrung der B4 will die Gemeinde vorbeugend Fakten schaffen, die verhindern, dass sich der Verkehr auch ohne ausgewiesene Umleitung erneut durch das Dorf wälzt. Gelingen soll das durch die beantragte temporäre Umwandlung der Heerstraße in eine unechte Einbahnstraße. Diesbezügliche Forderungen von Bürgerinitiativen stehen schon länger in Raum.

    In der Einwohnerfragestunde kritisierten Zuhörer den Zustand der Fußwege in Vollbüttel. Redebedarf seitens der Bürger gab es auch zum angekündigten Bauvorhaben „Betreutes Wohnen“, für dessen Umsetzung laut Buske zuvor der Bebauungsplan geändert werden muss.

    Für allgemeines Stirnrunzeln sorgte Thorsten Schöne (parteilos) mit seiner Ankündigung, dass er bei künftigen Sitzungen Audio-Aufzeichnungen plant. „Ich bin absolut dagegen und werde die Rechtmäßigkeit prüfen lassen“, kündigte Buske an.

    GR 16.02.2022


  • Feuerwehr Ribbesbüttel wählt Funktionsträger neu

    Feuerwehr Ribbesbüttel wählt Funktionsträger neu

    Klaus Buzan wird für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Erst bei der nächsten Jahresversammlung wird ein neuer Ortsbrandmeister bestimmt.

    Ribbesbüttel Neuwahlen standen auf der Tagesordnung der jüngsten Aktivenversammlung der Feuerwehr Ribbesbüttel.

    Im Ergebnis wurde zum Gruppenführer Bernd Stieghahn gewählt, sein Stellvertreter wurde Karsten Dimmler. Gerätewart ist Ingo Werner, sein Stellvertreter Thomas Stobbe. Pressewart ist Jürgen Hanisch, Getränkewart Maximilien Krüger, Zeugwart Andre Grimm, Kassenwart Uwe Scholz mit seinem Stellvertreter Lukas Schölkmann, Schriftführer Sven Kornath mit Stellvertreterin Katja Köritzer, Atemschutzgerätewart Dennis Simon sowie Kinderfeuerwehrwartin Miriam Simon.

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    Auf dem Foto zu sehen sind beförderte, geehrte und wiedergewählte Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ribbesbüttel.  Freiwillige Feuerwehr Ribbesbüttel

    Die Wahlen zum neuen Ortsbrandmeister und seinem Stellvertreter sollen laut Mitteilung auf der nächsten Jahreshauptversammlung stattfinden.

    Nachträglich wurde Joshua Schreiber zum Feuerwehrmann ernannt und Christian Krüger zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

    Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Harald Schönhoff und für 50-jährige Mitgliedschaft Klaus Buzan geehrt. Für 40 Jahre Verdienste im Feuerlöschwesen erhielt Karsten Dimmler eine Ehrung.

    Nachdem die Aktivensitzung 2020 pandemiebedingt ausgefallen war, wurde sie nachgeholt. Dabei gab Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche unter anderem einen kleinen Ausblick auf die anstehenden Termine im Jahr 2022, die aber aus heutiger Sicht noch unter coronabedingtem Vorbehalt betrachtet werden müssten, heißt es in dem Bericht. red

    GR 08.01.2022

  • Neuer Gerätewagen „Logistik“ für Freiwillige Feuerwehr

    Neuer Gerätewagen „Logistik“ für Freiwillige Feuerwehr

    Ribbesbüttel: 7,5-Tonner mit umfangreichem Einsatzmaterial ersetzt 26 Jahre alten Mannschaftstransportwagen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Ein Logistikfahrzeug nennt Feuerwehr um Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche seit gestern offiziell ihr Eigen. Den besonderen Gerätewagen übergaben Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff und Gemeindebrandmeister Björn Kölsch an die Ribbesbütteler. Gekostet hat das Fahrzeug 142 000 Euro.

    „Ich freue mich, dass es noch geklappt hat“, sagte Metzlaff. Denn im Amt als Samtgemeindebürgermeister ist er bereits kurz vorm Zieleinlauf. Wie viele Fahrzeuge er in seinen 15 Dienstjahren an Feuerwehren übergeben durfte, wisse er gar nicht. Nur so viel: „In Ribbesbüttel ist es das dritte.“ Dabei zählte er den karnevalserprobten Eigenbau der Kinderfeuerwehr mit – für ihn die schönste Fahrzeugübergabe überhaupt! Der Gerätewagen Logistik aber ist nicht für den Nachwuchs gedacht, sondern für den aktiven Einsatz.

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    Offiziell in Dienst gestellt: Hans Friedrich Metzlaff (v.l.), Björn Kölsch und Jörn Schlüsche freuten sich über das neue Logistikfahrzeug der Ribbesbütteler Feuerwehr.Foto: Ron Niebuhr

    Das in Hessen den Bedürfnissen der Ribbesbütteler Feuerwehr entsprechend umgebaute, 7,49 Tonnen wiegende Fahrzeug verfügt über eine geschlossene Ladefläche, in der unter anderem fünf Rollcontainer verstaut sind. Zwei davon enthalten alles, was zum Aufbau eines Schnelleinsatzzeltes benötigt wird, die anderen Strom-, Unwetter- und Hygieneausrüstung. Dazu kommt eine Gitterbox. Metzlaff dankte dem Samtgemeinderat für die vorausschauende Entscheidung, den inzwischen 26 Jahre alten Ribbesbütteler Mannschaftstransportwagen nicht bloß eins zu eins durch einen Neuwagen zu ersetzen, sondern draufzusatteln.

    Das Logistikfahrzeug enthalte alles, was bei großen Schadenslagen gefragt sei, erlaube zudem, bereits am Ort des Geschehens verunreinigte Einsatzkleidung gegen saubere Trainingsanzüge zu tauschen. „Es kommt gewiss häufig zum Einsatz. Die Ribbesbütteler werden gut zu tun haben“, meinte Metzlaff. Lob verdienten auch die Feuerwehrkameraden, die sich zusammen mit Nina Wolpers aus der Samtgemeindeverwaltung in “vielen Stunden einen Kopf darüber gemacht haben, wie es aussehen soll und ausgestattet sein muss“. Und nicht zuletzt holten sie das Fahrzeug ja auch in Hessen direkt beim Hersteller ab.

    Kölsch wies darauf hin, dass Ribbesbüttels neues Logistikfahrzeug selbstverständlich im eigens entwickelten, einheitlichen Design daherkommt. „So sehen künftig alle unsere Fahrzeuge aus“, erklärte Kölsch. So erhöhe man die Wiedererkennung von Brandschützern aus der Samtgemeinde Isenbüttel – egal ob in hiesigen Gefilden oder bei überregionalen Schadenslagen. Er wünschte den Ribbesbüttelern viel Freude am neuen Fahrzeug, erinnerte sie aber auch daran, dass nun erst einmal einige Stunden intensiver Ausbildung für den sicheren Umgang damit anstünden.

    Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche schließlich dankte Politik und Verwaltung für die Bewilligung des Fahrzeuges. „Viel mehr Worte möchte ich eigentlich gar nicht verlieren“, sagte er. Denn seine Truppe hatte einen Imbiss vorgesehen. Die Wartezeit darauf verkürzten sich die Gäste der Feierstunde mit der Besichtigung des neuen Gefährts.

    AZ 18.10.2021

  • Ribbesbüttel: Konzert für den guten Zweck

    Ribbesbüttel: Konzert für den guten Zweck

    Rotary Club organisiert Benefizaktion zu Gunsten Jugendlicher

    Gifhorn/Ribbesbüttel.Der Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg veranstaltete jetzt ein Hoffest auf dem Rittergut Ribbesbüttel der Familie Löbbecke.

    Ziel der geselligen Veranstaltung war es, Spenden für den Kinderschutzbund Gifhorn und für die Kinder und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Ribbesbüttel zu sammeln.

    Etwa 150 Rotarier und Rotarierinnen und Gäste wurden vom Präsidenten Diethelm Mislak begrüßt: „Die Veranstaltung soll den Teilnehmern viel Spaß machen aber auch Gutes über Spenden bewirken“ Das Programm war gespickt mit musikalischen Highlights.

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    Kultur-Aktion für den guten Zweck vom Rotary Club organisiert: Mana Oguchi, Lena Jonscher, Diethelm Mislak, Christel Mislak, Ute Löbbecke, Miriam Sprick und Stefan Löbbecke (v.l.)Foto: privat

    Erst zeigte die schon mehrfach preisgekrönte 14-jährige Violinistin aus Wolfsburg, Lena Jonscher, in musikalisches Können und beeindruckte damit nachhaltig das Publikum. Lena Jonscher wird auch vom Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg gefördert.

    Dann trat die akademische Bläservereinigung der TU Braunschweig Aka Blas auf und spielten viele bekannte Musikstücke, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

    Die Musiker zeigten sich sichtlich erfreut wieder aufzutreten und dann noch in der schönen Atmosphäre des Rittergutes Ribbesbüttel. „Ein rundum gelungenes Fest für einen guten Zweck“, stellte Mislak fest und dankte allen Künstlern, Helfern und der Familie Löbbecke. red

    AZ 06.10.2021

  • Ribbesbüttel: Gemeinderat ist sich uneinig über weiteres Vorgehen

    Ribbesbüttel: Gemeinderat ist sich uneinig über weiteres Vorgehen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Alte Schule in Ribbesbüttel befindet sich derzeit noch im Eigentum des Kirchenkreises. Der stuft das Gebäude aber gemessen an der Zahl der Mitglieder als zu groß ein für die Kirchengemeinde. Die wiederum würde die Alte Schule gern weiter nutzen, aber nicht allein. Pläne für eine Umnutzung des historischen Fachwerk- und Backsteinhauses, etwa als Dorftreffpunkt, scheiterten bisher aber an den hohen Hürden des Denkmalschutzes.

    Der mache das Projekt zum „Fass ohne Boden“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Gemeinderat. Man dürfte nichts verändern, keine Räume erweitern oder verkleinern. Man müsste die Fassaden und Fenster nach strengen Vorgaben kostspielig erneuern. „Und der Keller ist feucht“, sagte er.

    Gehe es nach dem Denkmalschutz, könnte man dort bestenfalls ein Museum unterbringen. Das allerdings komme nicht in Frage: „Wir können doch nicht 1,5 Millionen Euro Steuergeld in die Hand nehmen, um dann ein Gebäude mit wenig bis gar keinem Nutzen zu haben“, meinte Buske.

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    Was wird aus der Alten Schule? Ribbesbüttels Rat würde sie gerne gemeinsam mit der Kirchengemeinde nutzen, aber die Chancen stehen nicht gut.foto: Ron Niebuhr

    Die evangelische Kirche als Ganzes verfüge über „millionenschweren Besitz. Der Kirchenkreis will aber lieber das alte Gebäude loswerden und ein neues bauen“, wies Buske auf dessen Idee hin, hinter der St. Petrikirche ein neues Gemeindehaus zu bauen mit rund 110 Quadratmeter Nutzfläche. Ribbesbüttels Kirchenvorstand wolle jetzt zumindest prüfen lassen, ob man Fördermittel aus der Dorfentwicklung erhält.

    Christian Wrede (CDU) sah dem positiv entgegen: „Ich traue es Pastor und Kirchenvorstand zu, dass sie ihre Interessen durchsetzen.“ Nichtsdestotrotz sollte die Gemeinde weiter signalisieren, die Alte Schule kaufen zu wollen, falls die Bemühungen der Kirchengemeinde nicht von Erfolg gekrönt sein sollten. „Insofern bleibe ich derzeit sehr gelassen“, verstand er die Aufregung nicht.

    Und Ulf Kehlert (SPD) verwies darauf, dass die Kirche bisher noch keinen Beschluss gefasst, sondern lediglich Ideen gesammelt habe. Zugleich erinnerte er an den bestehenden Ratsbeschluss, das Gespräch mit der Kirche zu suchen und bis 30. Juni zu klären, wie es mit der Alten Schule weitergeht. „Aber das wird wohl nichts mehr vor der Wahl im September“, vermutete er.

    Während Buske das Thema dem neuen Rat überlassen wollte, plädierten Wrede und Andreas Guth (CDU) dafür, dem neuen Rat wenigstens eine Empfehlung fürs weitere Vorgehen zu geben.

    AZ 19.06.2021

     

  • Anwohner genervt: Heerstraße ist mehr denn je Hauptdurchgangsstraße

    Anwohner genervt: Heerstraße ist mehr denn je Hauptdurchgangsstraße

    Ribbesbüttel: Anlieger fordern vom Rat zügige Entlastung – Baustelle auf B4 in Ausbüttel verschärft das Problem

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Mit kurzer Tagesordnung kam die jüngste Sitzung des Ribbesbütteler Gemeinderates daher. Zündstoff bot sich dennoch, vor allem wegen der Belastung der Heerstraße durch Ausweichverkehr von der in Ausbüttel noch bis Ende August halbseitig gesperrten Bundesstraße 4.

    In Ausbüttel wird die Bushaltestelle „Dorf“ barrierefrei ausgebaut. Möglich ist das – nicht zuletzt wegen des starken Verkehrsaufkommens von bis zu 22 000 Fahrzeugen pro Tag –nur mit einer halbseitigen Sperrung nebst Ampelschaltung. „Das führt zu erheblichen Rückstaus in beide Richtungen“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Sehr viele Fahrer weichen über Ribbesbüttel und Rötgesbüttel aus. Der kürzeste Umweg führt sie durch die Heerstraße – sehr zum Leidwesen der Anwohner. „Die Straße ist permanenter Bypass der B4. Sie ist für so viel Verkehr gar nicht ausgelegt, vor allem nicht für die ganzen Lastwagen“, verwies Dirk Sonnenfeld auf zerstörte Gossen und Kanaldeckel. Er sei den Verkehr keineswegs allein leid, sondern spreche stellvertretend für alle Anwohner der Straße: „Wir haben alle so einen Hals“, sagte er. Bereits vor ein paar Jahren – also lange vor der Baustelle in Ausbüttel – habe man die Gemeinde auf das Problem hingewiesen. Damals wünschten sich die Anwohner eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach Süden, denn in Richtung Norden sei die Abzweigung in die Straße sehr unübersichtlich und daher besonders gefährlich. „Aber passiert ist seitdem nichts“, ärgerte sich Sonnenfeld.

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    So ruhig ist es hier nicht immer: Die Heerstraße ist Umleitungsstrecke für die halbseitig gesperrte B4, die Anwohner sind genervt. Foto: Ron Niebuhr

    Man sei an dem Problem dran und sich bewusst, dass die Situation für die Anwohner „absolut nicht hinnehmbar“ sei, versicherte Bürgermeister Buske. Angedacht waren etwa auch bauliche Maßnahmen, am besten gefördert durch das Dorfentwicklungsprogramm. Stefan Löbbecke (CDU) ergänzte: „Es ist nicht so, dass Rat und Verwaltung untätig waren“, eine Lösung sei bei diesem „schwierigen Thema“ jedoch nicht ohne Weiteres herbeizuführen.

    Andreas Guth (CDU) wies darauf hin, was eine Einbahnstraße unweigerlich zur Folge hätte: „Dann rollt der komplette Verkehr stattdessen an der Grundschule vorbei.“ Buske wiederum erklärte, dass man in einer Sondersitzung mit den Anwohnern sprechen wolle. Immerhin soll die Straße demnächst für 40-Tonner gesperrt werden. Das Hauptproblem sei letztlich, dass die Umgehung der B4 noch nicht realisiert worden sei, sagte Buske. „Darauf zu warten, hilft uns aber nicht weiter“, erwiderte Sonnenfeld.

    Hinsichtlich des angedachten Gewerbegebietes in Ribbesbüttel, in dem bevorzugt heimische Betriebe angesiedelt werden sollen, stehe man noch ganz am Anfang, erklärte Buske. Es sei weder der Grunderwerb erfolgt noch habe man Flächennutzungs- und Bebauungsplan angepasst. „Vor Herbst 2022 ist daher nicht mit einem Baubeginn zu rechnen“, sagte er.

    AZ 12.06.2021

     

  • Aus dem Bericht des Bürgermeisters

    Aus dem Bericht des Bürgermeisters

    Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete, dass Treff und Raiffeisengebäude in Vollbüttel seit 4. Juni wieder geöffnet seien. Fälle von Vandalismus am Treff und am benachbarten Kinomuseum habe man zwar bei der Polizei angezeigt. „Der oder die Täter konnten aber nicht ermittelt werden“, bedauerte Buske.

    Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle Dorf in Ausbüttel kostet die Gemeinde 63 500 Euro. Den Löwenanteil der Gesamtkosten von 200 000 Euro trägt das Land Niedersachsen (117 000 Euro), ein weiterer Zuschuss kommt vom Regionalverband Braunschweig (19 500 Euro).

    Giffinet will – trotz nicht erreichter Mindestquote – das Glasfasernetz nun doch in der Gemeinde Ribbesbüttel ausbauen. 60 Prozent der Haushalte im die Samtgemeinden Brome und Isenbüttel umfassenden Vermarktungsgebiet sollten ursprünglich einen Vertrag mit der Firma schließen, nur 43,8 Prozent gingen auf das Angebot ein. Wann der Ausbau erfolge, sei offen, berichtete Buske.

    Den Eichenprozessionsspinner habe man in Birkenweg und Franzosenweg derweil erfolgreich bekämpft. Man wolle prüfen, wie sich die Raupen künftig am besten und zugleich möglichst natürlich beseitigen lassen. rn

    AZ 12.06.2021

  • Erste Bestattungen im „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“

    Erste Bestattungen im „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl. Das Interesse sei groß.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel Der „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“ ist nun komplett ausgestattet und hat schon seine ersten Bestattungen erlebt. Für den Betreiber Julius Löbbecke bestätigt sich seine Vermutung: Die Entscheidung, den familiären Wald für die nächsten 89 Jahre umzuwidmen, entspricht offenbar genau den Wünschen vieler Menschen aus der ganzen Region. Das Interesse ist groß.

    Löbbecke drapiert ein paar Zweige auf dem Urnensockel am Andachtsplatz. „Das Schöne ist im Wald, man muss Deko nicht lange suchen. Eine schönere gibt es gar nicht.“ Der 27-Jährige hat an diesem Tag noch eine Bestattung vor sich – es ist die 18. seit Inbetriebnahme im Winter. „Die erste fand noch bei minus 15 Grad Celsius statt.“

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    Dass alles naturnah ist, ist dem Land- und Forstwirtschaftstudierten wichtig. Die gerade frisch aufgestellte Hinweistafel ist nur aus Eichenpfosten aus dem eigenen Wald gebaut, auch die mittlerweile 15 auf dem ganzen Gelände verteilten Sitzbänke, selbst der neue Fahrradständer, die Vogelhäuschen und die Mülleimer. „Dazu haben wir dreimal ein mobiles Sägewerk aus unserer Region anrollen lassen“, so Löbbecke. Auf dem Gedenkfindling können die Trauergäste Blumen ablegen, aber bitte ohne Plastik oder Drähte.

    Es ist also alles hergerichtet, und es kommen fast täglich Besucher: Bestatter aus der Region, Interessenten, die sich in Vorsorge schon einen Baum aussuchen, Angehörige von Bestatteten, Spaziergänger. Schon die ersten fast 20 Bestattungen zeigten laut Löbbecke eine große Bandbreite der Möglichkeiten: Es habe schon Reden von Pastoren, Angehörigen und Trauerrednern gegeben, danach Live-Musik und welche vom Band – in jeglicher Stilrichtung. „So unterschiedlich die Menschen im Leben waren, so ist es auch bei der Wahl der letzten Ruhestätte.“ Es gibt noch eine Neuerung in Sachen Beschallung: Seit Kurzem hat Löbbecke eine eigene Fernbedienung für das Turmgeläut der St.-Petri-Kirche in Ribbesbüttel. „Der Kirchenvorstand hat nun genehmigt, dass bei Bestattungen die Glocken läuten dürfen.“ Eine Spende zum Erhalt der Glocken sei dafür wünschenswert. Jedenfalls kann sie Löbbecke per Knopfdruck starten, wenn die Urne vom Andachtsplatz zum Grabplatz getragen wird. „Die Bewohner des Dorfes haben sich vielleicht schon gewundert, warum die Glocken häufiger als sonst ertönen.“ Zu hören sind die Glocken jedenfalls auch im Ruhewald deutlich.

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl, alle sind durchnummeriert – von der 220 Jahre alten Eiche bis zum frisch gepflanzten Baum. Am Feuchtbiotop hat Löbbecke jüngst mehr als 50 Laubbäume gepflanzt, von der Wildkirsche über Blutahorn bis zur Kastanie. „Speziell diese Plätze werden gern gewählt. Hier können die Besucher den Bäumen beim Wachsen zuschauen.“

    Und wer will, kann sich auch für den Baum des Jahres 2021 entscheiden: den Ilex. Ein altes Exemplar steht auch zufällig auf dem Areal. Mit den gelockerten Corona-Vorgaben sind nun wieder Gruppenführungen von bis zu zehn Personen möglich.

    Anmeldungen und weitere Infos dazu gibt es unter https://ruhewald-ribbesbuettel.de.

    GR 27.05.2021

  • „Ich dachte, das war’s“:

    „Ich dachte, das war’s“: Wie Gerhard Schneider Covid 19 überlebte

    Ribbesbütteler (61) macht schweren Verlauf durch und muss sogar an die Beatmung

    Von Dirk Reitmeister

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    Schweren Verlauf überlebt: Gerhard Schneider aus Ribbesbüttel lag zwei Wochen im Krankenhaus. Die Folgen ist er auch anderthalb Monate später noch nicht los.fotos (2): Lea Rebuschat

    Ribbesbüttel.Der Besucher merkt Gerhard Schneider nicht an, dass es noch vor kurzem spitz auf Knopf um den 61-Jährigen stand. Der Ribbesbütteler berichtet gefasst, klar und deutlich und ohne zu husten von seiner Covid-Erkrankung. Das ist nicht selbstverständlich. Zwei Wochen lag er im Krankenhaus. Zeitweise musste er beatmet werden. „Ich hatte das Gefühl: Das war’s.“

    Das Wohnzimmer in dem Einfamilienhaus in Ribbesbüttel ist nicht mehr komplett. Decken umhüllen die beiden Sessel. Im Sommer beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Umzug wird Gerda und Gerhard Schneider in die Nähe von Tochter und Schwiegersohn in den Raum Nördlingen in Bayern führen. Um ein Haar wäre es ganz anders gekommen. Und das hat mit Nördlingen zu tun.

    Mitte März waren Schneiders zu Besuch dort. Einen Tag nach ihrer Rückkehr meldete sich der Schwiegersohn mit einer Hiobsbotschaft. Positiv auf Corona getestet. Zwei Tage später ging es bei Gerhard Schneider los. Das Drama nahm seinen Lauf.

    „Fieber wie verrückt“, schildert Schneider im Gespräch am Esszimmertisch, sein Tablet in der Hand, in dem er immer wieder nachschaut. „Ich hatte 40 Jahre kein Fieber, wusste gar nicht mehr, wie das geht“, sagt er und schmunzelt. Jetzt kann er wieder lächeln. Das Gröbste dürfte hinter ihm liegen. Vorbei ist es noch nicht.

    Das Gröbste, das waren die Wochen im März und April. Bei seinem Hausarzt malte er sich noch nicht aus, was auf ihn zukommen würde. „Dann wurde es immer schlimmer.“ Ein Freund, der in der Pflege arbeitet, riet ihm dringend, ins Klinikum zu kommen. Wie ernst es um ihn stand, machte ihm ein Gespräch mit einem Klinikarzt deutlich. Dieser stand in der Tür des Zimmers der zur Corona-Station umgewandelten Geriatrie und sagte: „Wenn ich Sie nach Hause schicke, schicke ich Sie in den Tod.“ So weit zum Thema „Gefühlt war es nicht so schlimm“, wie Schneider heute sagt.

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    Diesen Satz des Arztes noch frisch im Ohr ging es für den 61-Jährigen auf die Covid-Intensivstation. „Mit Druckbeatmung.“ Dazu hatte er eine spezielle Maske auf. Zwei oder drei Nächte lang, genau weiß er es nicht mehr. „Ich bin verhältnismäßig schnell wieder auf die Covid-Station gekommen.“

    Der Ribbesbütteler tippt auf sein rechtes Handgelenk. „Die haben mir die Pulsadern geöffnet.“ Zwecks Messung von Blutdruck und Sauerstoffsättigung im Blut. „Ich bin jetzt wirklich krank: Das muss man erst einmal akzeptieren.“ Tage des Bangens auch für Gerda Schneider. Sie war ebenfalls an Covid erkrankt, zuhause in Quarantäne. Bei ihr blieb es bei grippeähnlichen Symptomen. Doch wie geht es dem Ehemann? Sie hatte Angst, allein zurück zu bleiben, sagt die Ribbesbüttelerin und atmet tief durch. „Wir haben uns immer geschützt, sind nirgends hingegangen, hatten keinen Kontakt.“ Nachbarn versorgten sie in der Zeit der Isolation mit dem Nötigsten. Das brachte die Dinge des täglichen Bedarfs, aber auch Nähe und Beistand.

    Lichtblick am 8. April: Schneider durfte das Helios-Klinikum verlassen. „Ich dachte in meiner Naivität, dass ich durch sei. Doch es ging erst richtig los.“ Hustenanfälle bis zum Erbrechen brachten ihn dazu, einen Lungenfacharzt aufzusuchen. Dass er praktisch sofort eine Computertomografie bekam, machte einmal mehr den Ernst der Lage deutlich. Wenigstens keine Embolie, lautete das Ergebnis. aber eine Verengung der Bronchien und Vernarbungen des Lungengewebes.

    „Ich habe tonnenweise Hustenbonbons gegessen“, sagt Gerhard Schneider. Letztendlich hätten Antibiotika geholfen. Schneider holt sein Pedelec aus der Garage. Das hat er sich im November angeschafft. „Ich habe das Gefühl, ein bisschen mehr Power zu haben.“ Aber über 15 Kilometer sei er noch nicht hinaus gekommen. Mehr als 40 Kilometer wie vor Corona kann er sich abschminken. Er braucht noch Geduld. Für den Umzug im Juli hat er eine Firma beauftragt. Umzugskartons und Möbel schleppen? „Das packe ich nicht.“

    Schneiders haben eine Genesenen-Bescheinigung. Damit waren sie neulich Shoppen in Gifhorn, ohne einen Corona-Test machen zu müssen. Ein Privileg, für das sie einen hohen Preis bezahlt haben.

    AZ 19.05.2021

  • Ribbesbütteler Politik beschließt Haushalt

    Ribbesbütteler Politik beschließt Haushalt

    Der Etat wird auf 700.000 Euro gesenkt.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel In einer eigens für die Verabschiedung des Haushalts angesetzten Gemeinderatssitzung im Raiffeisengebäude in Vollbüttel wurde der Haushalt für 2021 mit zwei Gegenstimmen beschlossen. Krankheitsbedingt fehlten zwei Ratsmitglieder.

    Anlass für die Sonderschicht war die unerwartete Entscheidung der Kommunalaufsicht, die den bereits Anfang März beschlossenen Etat aufgrund eines veranschlagten Kredits von 1,8 Millionen Euro mangels Deckung nicht genehmigt hatte. „Diese Summe war nur für den nicht angestrebten Fall eingestellt, dass wir das geplante Gewerbegebiet als Gemeinde erschließen müssten“, erklärte Bürgermeister Hans-Werner Buske.

    In der Neufassung sind statt 1,8 Millionen Euro nur jene 700.000 Euro als Kredit veranschlagt, die durch die Rücklage gedeckt sind. Nachdem der Etat mit der weitaus höheren Kreditaufnahme einstimmig vom Rat beschlossen wurde, war ich sehr überrascht, dass unerwartet erneuter Redebedarf bestand und ich Überzeugungsarbeit leisten musste“, erklärte Buske, der betonte, dass weiterhin alles darangesetzt wird, einen Investor zu finden.

    Auch der Antrag an die Samtgemeinde, die Erschließung zu übernehmen, wurde lediglich zurückgestellt. „Egal, was kommt, die Entscheidung trifft dann der Rat.“

    Buske berichtete außerdem von Vandalismus am Jugendtreff am Raiffeisengebäude in Vollbüttel. Dort wurde unter anderem der Grill zerstört und der Turm des Kinomuseums beschädigt. Zudem ist das Gelände am Treff massiv mit Glasscherben übersät.

    GR 07.04.2021

  • Regelwerk für Bauten im alten Ortskern steht

    Regelwerk für Bauten im alten Ortskern steht

    Der Rat Ribbesbüttel beschließt eine Erhaltungssatzung sowie den Etat für 2021.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Nach längerer Vorplanung hat die Politik Nägel mit Köpfen gemacht und die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ beschlossen. Damit ist sichergestellt, dass der Ort in deren Geltungsbereich in seiner Optik erhalten wird.

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    Bürgermeister Hans Werner Buskle (rechts) gratuliert Karin Betker zur Beförderung. Daniela Burucker

    Bei der Sitzung im Vollbütteler Raiffeisengebäude wurde zugleich ein Leitfaden verabschiedet, der Bauwilligen Aufschluss darüber gibt, was bei Um- und Neubauten hinsichtlich Firsthöhe, Dachform und Außenwänden gewünscht ist. Auslöser für die Regelung war der Abriss eines alten Bauernhauses gegenüber der Schule und der Neubau eines Wohngebäudes, das in Große und Optik nicht zur historischen Architektur passt. Dass sich Derartiges wiederholt, wird durch die Begrenzung auf zwei Wohneinheiten bei einer Grundstücksgröße von mindestens 750 Quadratmetern verhindert. „Wenn jemand in diesem Gebiet eine bauliche Veränderung plant, muss er sich mit der Gemeinde auseinandersetzen“, sagte Bürgermeister Hans Werner Buske. „Wir wollen keine strengen Vorgaben sondern individuelle Lösungen.“ Die Arbeitsgruppe, die den Leitfaden entwickelt hat, steht für kostenlose Beratungen in den Startlöchern. Neben den nicht von einem Bebauungsplan erfassten Bereichen der Dorfstraße erstreckt sich der Geltungsbereich auch auf die Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch.

    Zweites großes Thema war der Haushalt für das laufende Jahr. Der einstimmig beschlossene Etat weist im Ergebnishaushalt ein Volumen von rund 2,1 Millionen Euro und eine Deckungslücke von 216.900 Euro aus. Im Finanzhaushalt beläuft sich der Fehlbetrag bei den Investitionen gar auf 770.000 Euro. Der dickste Brocken ist das Gewerbegebiet in Ribbesbüttel. Falls sich dafür kein Investor findet, fasst die Gemeinde dessen Entwicklung in Eigenregie ins Auge.

    Bis Ende März will Buske geklärt haben, wohin die Reise gehen soll. „Wir hoffen auf einen Investor, der die Gemeinde finanziell aus dem Spiel nimmt“, betonte er. Das Projekt hat ein Volumen von 1,8 Millionen Euro. Bei der Erläuterung der Eckdaten stellte der Bürgermeister den „Corona-Effekt“ heraus, der allein bei der Einkommenssteuer ein Minus von 166.000 Euro zur Folge hat. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch den Etat“, sagte er. „Meine persönliche Sicht ist, dass sich der Haushalt erst in einigen Jahren erholen wird.“

    Als Dankeschön für das Werkeln am Haushalt überreichte Buske, Karin Betker einen Blumenstrauß, mit dem Rat und Verwaltung der frisch gekürten Abteilungsleiterin im Samtgemeinde-Finanzressort zugleich zur Beförderung gratulierte. Für die Kommunalwahl am 12. September berief der Rat Tobias Schweckendiek zum Wahlleiter, Stefan Prekale und Petra Rodat zu dessen Stellvertretern.

    GR 06.03.2021

     

  • Ribbesbütteler Rat verabschiedet Haushaltsplan

    Sandberg: 1,8 Millionen Euro für Gewerbegebiet

    Ribbesbütteler Rat verabschiedet Haushaltsplan – Corona und die Umlagen machen der Gemeinde schwer zu schaffen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Corona-Pandemie wirkt sich in der Gemeinde Ribbesbüttel erheblich auf die Finanzen aus. Noch sehe es verhältnismäßig gut aus, „die Folgen werden wir wohl erst 2022 und 2023 richtig spüren“, sagte Hans-Werner Buske. Der Bürgermeister erläuterte dem Gemeinderat am Donnerstagabend den Haushaltsplan für 2021.

    2020 schloss man im Ergebnishaushalt mit einem etwas geringeren Minus ab als befürchtet – mit 100 000 statt 322 000 Euro in den roten Zahlen. Das sei aber kein Grund zu überschwänglicher Freude, sagte Buske. Denn man habe lediglich weniger ausgegeben, weil coronabedingt einige geplante Maßnahme verschoben wurden. 2021 kalkuliere man mit einem Minus von 217 000 Euro im Ergebnishaushalt.

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    Gewerbegebiet Sandberg: Für die Erweiterung hat die Gemeinde Ribbesbüttel 1,8 Millionen Euro eingeplant.foto: Sebastian Preuß

    „Dickster Brocken“ im Etat ist das geplante Gewerbegebiet am Sandberg. „Wir haben dafür ein Volumen von 1,8 Millionen Euro angesetzt“, sagte Buske. Zugleich betonte der Bürgermeister aber, dass nach wie vor „noch nichts unterschrieben ist“. Man stehe ganz am Anfang und hoffe weiterhin, dass die Samtgemeinde sich vielleicht doch bereit erklärt, Erschließung und Vermarktung zu übernehmen, oder sich alternativ ein Investor dafür findet.

    Die Steuereinnahmen fallen wesentlich geringer aus als in den Vorjahren. Und „je länger Corona dauert, umso tiefer wird es gehen“, sagte Buske. Er hoffe aber, dass man sich in zwei bis vier Jahren vom „Corona-Effekt“ erholt und aufs alte Niveau zurückkehrt. Schwerer noch als bisher wirken sich bis dahin die Fixkosten aus, allen voran die Samtgemeinde- und Kreisumlage. Sie schlagen 2021 wohl mit fast 894 000 beziehungsweise rund 627 000 Euro zu Buche und machen etwa 73 Prozent der Fixkosten aus. „Ob wir wollen oder nicht: Wir sind finanziell immer mit dabei, wenn am Tankumsee mal wieder ein Kristallturm gebaut werden soll“, sagte Buske.

    Sorgen bereitete dem Bürgermeister das noch sehr verhaltene Interesse an Glasfaseranschlüssen. Derzeit hätten im Vermarktungsgebiet nur 15 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit Giffinet geschlossen. In der Gemeinde Ribbesbüttel seien es 16 Prozent, was 93 von 581 Haushalten entspricht. Für den Netzausbau erwartet die Firma aber eine Quote von 60 Prozent. „Wir brauchen dringend Glasfaser. Das hat Corona uns sehr deutlich gemacht“, sagte er. Im Gemeindebüro etwa erreiche man im Upload nur zwischen 1,6 und 1,9 Mbit.

    Letztlich sprach sich der Gemeinderat bei lediglich einer Gegenstimme mehrheitlich für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ nebst eines Leitfadens aus. Im Kern geht es darum, den dörflichen Charakter im Plangebiet weitestgehend zu bewahren. So soll die Firsthöhe auf neun Meter begrenzt werden. Es sollen nur Tonziegeldächer und Klinkerfassaden erlaubt werden. Grundstücke müssen mindestens 750 Quadratmeter groß sein und dürfen höchstens mit zwei Wohneinheiten bebaut werden. „Wer dort künftig etwas bauen möchte, muss das mit unserem Arbeitskreis besprechen“, sagte Buske.

    AZ 06.03.2021

     

  • Ribbesbüttel gibt bei Gewerbegebiet Gas

    Ribbesbüttel gibt bei Gewerbegebiet Gas

    Die Gemeinde sucht einen Investor für die Erschließung des 36.000 Quadratmeter großen Areals.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Die Gemeinde will Nägel mit Köpfen machen und noch 2021 ein Gewerbegebiet auf den Weg bringen. Die Suche nach einem Investor für die fast 36.000 Quadratmeter große Fläche nahe der Peiner Landstraße (L320) läuft auf Hochtouren. Zugleich lässt die Verwaltung die Erschließung des Gebietes in Eigenregie prüfen. Den Finanzbedarf für das Projekt an der Straße Am Sandberg bezifferte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Umwelt,- Bau- und Wegeausschuss auf 1,8 Millionen Euro. Zumindest soll diese Summe für alle Fälle in den Investitionshaushalt eingestellt werden. „Die Zahl wird nicht so hoch ausfallen“, erklärte Buske. „Wer mich kennt, weiß, dass ich den schlimmsten Fall gerechnet habe.“

    Bis Ende März möchte Buske Klarheit haben. Solange steht seine Tür für Investoren und Gewerbetreibende offen.

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    Bürgermeister Hans-Werner Buske mit seiner Hündin Chrissy auf der Fläche des künftigen Gewerbegebietes. Daniela Burucker

    Den Grundsatzbeschluss für das Gewerbe- und Sondergebiet, das auch das Tierheim beherbergen soll, hatte der Gemeinderat im September gefasst. Den Antrag, das Gebiet zu kaufen und zu erschließen, hatte die Samtgemeinde zwischenzeitlich mit der Begründung abgelehnt, laut ihrer Satzung dürfe sie nur Wohngebiete erschließen.

    Ein weiteres Thema war die künftige Gestaltung des alten Ribbesbütteler Ortskerns. Einstimmig votierte das Gremium unter Vorsitz von Stefan Löbbecke für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ sowie für den Aufstellungsbeschluss des gleichnamigen Bebauungsplanes. Planer Hermann Schütze, der die Erhaltungssatzung samt einem Leitfaden mit einer Arbeitsgruppe entwickelt hat, bezeichnete diese Alternative zur üblichen Gestaltungssatzung als „schnelles Instrument“, um den Ort in seiner Optik zu erhalten. Ein Hausbau gegenüber der Schule hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Damit sich so etwas nicht wiederholt, muss jedes Bauvorhaben von der Gemeinde abgesegnet werden. Der Leitfaden gibt Aufschluss darüber, was bei Dachform, Dacheindeckung und Außenwänden gewünscht ist. Löbbecke wies auf das kostenlose Beratungsangebot seitens der Gemeinde hin: „Um Ärger zu vermeiden, sollen Bauwillige das im Vorfeld nutzen.“ Der Geltungsbereich erstreckt sich auch auf die große Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch. Der mit dem Votum für den Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebrachte Bebauungsplan beinhaltet alle Flächen, die nicht von der Erhaltungssatzung oder einem B-Plan erfasst sind. Um eine zu dichte Bebauung zu verhindern, dürfen nur Einzel- und Doppelhäuser mit maximal einer Wohnung pro Haus gebaut werden.

    GR 06.02.2021

  • Ribbesbüttel sucht Investor für neues Gewerbegebiet

    Ribbesbüttel sucht Investor für neues Gewerbegebiet

    Platz fürs Tierheim und Gewerbe vorgesehen – Bebauungsplan für alten Dorfkern

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Den alten Dorfkern von Ribbesbüttel bewahren – diesen Wunsch hegt die Gemeinde. Ein Arbeitskreis entwickelte zusammen mit dem Planer Hermann Schütz eine Erhaltungssatzung. Zudem soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Weiteres Thema im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss war am Donnerstagabend die Ausweisung eines Gewerbegebietes mit Platz für das neue Tierheim.

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    Ein neues Gewerbegebiet für Ribbesbüttel: Auch das Tierheim soll auf der Fläche unweit der Peiner Landstraße einen Platz finden. foto: Lea Rebuschat/Archiv

    Im September trat die Gemeinde Ribbesbüttel an die Samtgemeinde Isenbüttel mit dem Wunsch heran, ein Gewerbegebiet an der Straße Am Sandberg auszuweisen. Es geht um 36 000 Quadratmeter unweit der Peiner Landstraße. Die Samtgemeinde erklärte sich für nicht zuständig. „Sie realisiert für die Mitgliedsgemeinden nur Wohngebiete“, sagte Hans-Werner Buske. Der Ribbesbütteler Bürgermeister nahm sich der Sache daher zunächst selbst an, geht es doch darum, ortsansässigen Betrieben die Chance zu geben, sich zu vergrößern und in der Gemeinde bleiben zu können. „Wir haben schon einige Interessenten. Vor allem möchten wir auch das Tierheim sehr gern im Dorf halten“, betonte Buske. Auf zusätzliche Steuereinnahmen hofft man ebenfalls. Der Bauausschuss beauftragte den Bürgermeister, bis Ende März Investoren zu suchen und zugleich zu prüfen, ob die Gemeinde ein Gewerbegebiet dieser Größe selbst erschließen und vermarkten kann. Im Haushaltsplan setzte man dafür vorsorglich eine Kreditaufnahme von bis zu 1,8 Millionen Euro an. So viel werde es sicherlich nicht kosten, „aber ich rechne lieber immer mit dem Schlimmsten“, sagte Buske. Die Planung steht eh noch ganz am Anfang: „Es ist bisher nichts unterschrieben worden. Es ist alles noch zu stoppen, wenn der Rat Bedenken hat“, versicherte Buske. Wer sich für Grundstücke im Gewerbegebiet interessiert oder als Investor auftreten möchte, kann sich an die Gemeinde wenden. Planer Schütz stellte dem Ausschuss die Ergebnisse des Arbeitskreises vor: Erhaltungssatzung und B-Plan zielen darauf ab, dass die Gemeinde mitreden kann bei Bauvorhaben im alten Dorfkern. Es soll vermieden werden, dass Neubauten von der üblichen Gestaltung abweichen. Zulässig sollen im Plangebiet nur normal- und dünnformatige Klinker für die Fassaden sowie Tonziegel für die Dächer sein – und zwar beides in naturroten Farbtönen.

    Der B-Plan legt die maximale Gebäudehöhe auf neun Meter fest. Erlaubt sind Einzel- und Doppelhäuser. Die Grundstücksgröße ist mit 750 Quadratmeter beziffert. Das Plangebiet insgesamt ist recht groß, einige Gebäude allerdings sind von den Vorgaben ausgenommen, da für sie der Denkmalschutz mit ohnehin noch viel strengeren Regeln greift. Der Ausschuss stimmte Erhaltungssatzung und Bebauungsplan zu, der Rat befindet voraussichtlich am
    4. März.

    AZ 06.02.2021

  • Schottergärten verhindern:

    Schottergärten verhindern:
    Kostenlose Beratung für Bauherren

    Gemeinde Ribbesbüttel und Nabu Leiferde helfen bei naturnaher und pflegeleichter Gestaltung

    Ribbesbüttel. Die Gemeinde Ribbesbüttel möchte dafür sorgen, dass in den Neubaugebieten keine Schottergärten entstehen – Bürgermeister Hans-Werner Buske nennt sie „Gärten des Grauens“. Um die Bürger aus dem Baugebiet Im Langen Ehlern in Vollbüttel zu unterstützen, ihre Gärten anders zu gestalten, hat sie gemeinsam mit dem Nabu einen Flyer entwickelt und bietet darüber hinaus konkrete Unterstützung an. „Wir wollen schon im Vorfeld informieren, damit es gar nicht erst zum Streit beziehungsweise juristischen Auseinandersetzung kommt“, nennt der Bürgermeister den Grund für diesen Flyer.

    „Herzlich willkommen in Vollbüttel“ heißt es im Flyer, den Buske unterschrieben hat. „Mit Ihrem Hausbau im Langen Ehlern sind Sie nun ein Mitglied unserer Gemeinde Ribbesbüttel geworden.“ Dann stellt er kurz die Gemeinde vor, bevor er schreibt: „Unsere Dörfer liegen in einer sehr schönen naturbelassenen Umgebung, dieses soll auch mit Ihrer Unterstützung so bleiben. Insekten, Vögel und andere Gartentiere sollen hier ein zu Hause finden.“ Bevor jemand mit der Gartenplanung beginne, „weise ich ausdrücklich auf die Unzulässigkeit von Schottergärten hin“, schreibt Buske weiter und bezieht sich auf die Niedersächsische Bauordnung. Stattdessen sei ursprünglich geplant gewesen, in Zusammenarbeit mit dem Nabu Leiferde zu einem Vortrag darüber einzuladen, wie ein pflegeleichter und schöner Garten aussehen kann – „aber die derzeitige Lage erlaubt es uns nicht“. Stattdessen hat sich Dierk Hagenah, laut Buske „ein sehr kompetenter Gartenexperte aus Vollbüttel“, bereit erklärt, kostenfrei zu beraten. Wer Fragen zur zukünftigen Pflanzenauswahl habe, könne sich bei ihm melden. Hagenah wohnt in der Hauptstraße 8 in Vollbüttel und ist telefonisch unter (01 62) 233 55 11 sowie unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zu erreichen. red

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    So nicht: Die Gemeinde Ribbesbüttel will Schottergärten verhindern und bietet Bauherren Unterstützung zur Anlage von naturnahen Gärten an.foto: D. Korsawe

    AZ 02.02.2021

  • Volkstrauertag 2020

    Aufgrund des Corona Lockdowns mußte die offizielle Hauptgedenkveranstaltung in Ribbesbüttel abgesagt werden. 

    Aus diesem Grund fand lediglich ein stilles Gedenken mit Herrn Pastor Bausmann und dem Bürgermeister Hans-Werner Buske in Ribbesbüttel statt. 

    Doch wieso sind drei Bilder beigefügt?

    Die Gemeinde Ribbesbüttel besteht aus den Orten Ausbüttel, Ribbesbüttel und Vollbüttel und jede Gemeinde hat eine andere Kirchenzugehörigkeit. 

    Ausbüttel - Kirche Isenbüttel

    Ribbesbüttel - Kirche Ribbesbüttel

    Vollbüttel - Kirche Leiferde

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    Friedhof in Ribbesbüttel

     

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    Friedhof Ausbüttel

     

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     Friedhof Vollbüttel

     

  • Gemeinderat Ribbesbüttel: Tierheim soll in neues Gewerbegebiet ziehen

    Gemeinderat Ribbesbüttel: Tierheim soll in neues Gewerbegebiet ziehen

    Unklarheiten, wie die Umnutzung der Alten Schule finanziert werden soll

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Ein neues Gewerbegebiet möchte Ribbesbüttels Gemeinderat auf den Weg bringen. Daneben ging es in der Sitzung am Mittwochabend im Ausbütteler Schützenheim um den Gaskonzessionsvertrag und die Alte Schule in Ribbesbüttel. Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete zudem aus der laufenden Verwaltungsarbeit.

    „Wir wollen ein neues Gewerbegebiet schaffen, in dem auch ein neues Tierheimes und ein neues Feuerwehrhaus Platz finden“, sagte Buske. Das bisherige Feuerwehrhaus am Gemeindezentrum „ist zu klein und erfüllt auch nicht mehr alle gesetzlichen Auflagen“, erläuterte er. Man könnte es im Zuge der Dorferneuerung in ein Dorfgemeinschaftshaus umwandeln, sobald der Neubau im neuen Gewerbegebiet betriebsbereit sei.

     

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    Ribbesbüttel: Der Gemeinderat möchte den Neubau des Tierheims – hier das bestehende Gelände – in einem neuen Gewerbegebiet ansiedeln. Foto: Lea Rebuschat

    Gewerbetreibende aus der Gemeinde hätten „einige 1000 Quadratmeter Bauland“ nachgefragt, sagte Buske. Insgesamt soll das Gewerbe- und Sondergebiet fast 37 000 Quadratmeter umfassen. Die Samtgemeinde soll sich um Erschließung und Vermarktung kümmern: „Wir können das nicht selbst leisten“, erklärte Buske. Kosten fielen für die Gemeinde demnach nur für die Aufstellung eines Bebauungsplanes an. Doch zunächst einmal wäre die Samtgemeinde bei der Änderung des Flächennutzungsplanes gefordert. Ulf Kehlert (SPD) begrüßte den Wunsch nach mehr Gewerbe. Es sei aber fraglich, ob die Samtgemeinde Erschließung und Vermarktung übernimmt so wie beim Isenbütteler Gewerbegebiet Moorstraße Ost. Hella Klinge (SPD) erinnerte daran, dass die Samtgemeinde zu Tierheim und Feuerwehrhaus noch keine Entscheidung getroffen habe. Christian Wrede (CDU) erwiderte, dass es darum gehe, Betriebe im Ort zu halten, die sich vergrößern wollen. Wenn man darüber hinaus Bauplätze für Feuerwehr und Tierheim vorhalte, zeige man der Samtgemeinde, dass „auch sie etwas davon hat“, sagte er. Der Rat fasste einstimmig einen Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes.

    Ob und wie es mit der Idee weitergeht, die Alte Schule in Ribbesbüttel zu sanieren und für die Dorfgemeinschaft zu nutzen, will der Gemeinderat bis zum 30. Juni 2021 entscheiden. Klar ist derzeit nur, dass man fürs Projekt keine Fördermittel aus dem ZILE-Topf bekommt. „Der ablehnende Bescheid ist bei uns am 7. Juli eingetroffen“, sagte Buske. Da man die Umsetzung des auf bis zu 1,6 Millionen Euro geschätzten Vorhabens per Ratsbeschluss an eine Fördermittelzusage geknüpft hatte, ist der „Vorvertrag mit der Kirche zum Ankauf der Alten Schule unwirksam“, erklärte der Bürgermeister. Den Beschluss zur Sanierung vom 21. Februar 2019 hob der Rat auf. Der Denkmalschutz habe den Rat „auf den Boden der Tatsachen zurück geholt“, sagte Buske. So dürfe man in der Alten Schule unter anderem weder den Boden erneuern noch zusätzliche Wände ziehen oder größere Räume schaffen. Kehlert entgegnete, dass Probleme mit dem Denkmalschutz zu erwarten waren. „Deswegen muss es aber nicht teurer werden“, betonte er. Und selbst wenn es keine Fördermittel über ZILE gebe, habe man immer noch die Chance, Geld über die Dorferneuerung zu bekommen. Allerdings habe sich inzwischen die finanzielle Lage der Gemeinde „drastisch verschlechtert“. Und die Folgen der Corona-Pandemie seien nicht absehbar. „Ich plädiere dafür, dass Rat und Kirchenvorstand noch einmal in sich gehen, ob sie dieses Projekt wirklich stemmen wollen“, sagte der SPD-Ratsherr.

    AZ 25.09.2020