Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Ribbesbüttel aufgeführt.
  • Der Gesetzgeber hat ausgegeben dass die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden müssen.

    Dieser Ausbau erfolgt jetzt in Ausbüttel Dorf. Die Folge ist, dass nun viele Fahrzeuge die Abkürzung über Ribbesbüttel nehmen. Dieses Thema gab es bereits im Jahr 2011 und kann seitens der Gemeindeallein nicht gelöst werden. Das hohe Verkehrsaufkommen ist natürlich nur temporär und wird sich wieder einpendeln wenn die Bausstelle fertiggestellt ist. 

    Die Hauptproblematik liegt darin, dass die seit 1960 geplante neue B4 immer noch nicht fertiggestellt ist. D.h. Sollte irgendeine Sperrung der B4 zwischen Rötgesbüttel und Ausbüttel sein, so wird der gesamte Verkehr wieder über Ribbesbüttel laufen.

    Es gibt derzeit keine Ideallösung für dieses Problem. 

    Die Gemeinde hat bereits folgende Schritte eingeleitet: 

    - Verbot der Durchfahrt von Ribbesbüttel für LKW größer 7,5t

    - Aufbau einer Geschwindigkeitsmessstelle an der Masch, Ortseinfahrt Ribbesbüttel von Rötgesbüttel kommend

    - Aufbau einer Geschwindigkeitsmessstelle in der Heerstrasse

    - Neubestellung einer 3.Geschwindigkeitsmessstelle

    - Polizeikontrollen und Geschwindigkeitsmessungen finden statt

     

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    Aufgrund von Umfahrungsverkehr über die K52, insbesondere LKW-Verkehr durch die enge, kurvige OD Ribbesbüttel, wurden die Strecke über Ribbesbüttel für LKW mit mehr als 7,5t gesperrt.

  • Ribbesbüttel: Gemeinderat ist sich uneinig über weiteres Vorgehen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Alte Schule in Ribbesbüttel befindet sich derzeit noch im Eigentum des Kirchenkreises. Der stuft das Gebäude aber gemessen an der Zahl der Mitglieder als zu groß ein für die Kirchengemeinde. Die wiederum würde die Alte Schule gern weiter nutzen, aber nicht allein. Pläne für eine Umnutzung des historischen Fachwerk- und Backsteinhauses, etwa als Dorftreffpunkt, scheiterten bisher aber an den hohen Hürden des Denkmalschutzes.

    Der mache das Projekt zum „Fass ohne Boden“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Gemeinderat. Man dürfte nichts verändern, keine Räume erweitern oder verkleinern. Man müsste die Fassaden und Fenster nach strengen Vorgaben kostspielig erneuern. „Und der Keller ist feucht“, sagte er.

    Gehe es nach dem Denkmalschutz, könnte man dort bestenfalls ein Museum unterbringen. Das allerdings komme nicht in Frage: „Wir können doch nicht 1,5 Millionen Euro Steuergeld in die Hand nehmen, um dann ein Gebäude mit wenig bis gar keinem Nutzen zu haben“, meinte Buske.

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    Was wird aus der Alten Schule? Ribbesbüttels Rat würde sie gerne gemeinsam mit der Kirchengemeinde nutzen, aber die Chancen stehen nicht gut.foto: Ron Niebuhr

    Die evangelische Kirche als Ganzes verfüge über „millionenschweren Besitz. Der Kirchenkreis will aber lieber das alte Gebäude loswerden und ein neues bauen“, wies Buske auf dessen Idee hin, hinter der St. Petrikirche ein neues Gemeindehaus zu bauen mit rund 110 Quadratmeter Nutzfläche. Ribbesbüttels Kirchenvorstand wolle jetzt zumindest prüfen lassen, ob man Fördermittel aus der Dorfentwicklung erhält.

    Christian Wrede (CDU) sah dem positiv entgegen: „Ich traue es Pastor und Kirchenvorstand zu, dass sie ihre Interessen durchsetzen.“ Nichtsdestotrotz sollte die Gemeinde weiter signalisieren, die Alte Schule kaufen zu wollen, falls die Bemühungen der Kirchengemeinde nicht von Erfolg gekrönt sein sollten. „Insofern bleibe ich derzeit sehr gelassen“, verstand er die Aufregung nicht.

    Und Ulf Kehlert (SPD) verwies darauf, dass die Kirche bisher noch keinen Beschluss gefasst, sondern lediglich Ideen gesammelt habe. Zugleich erinnerte er an den bestehenden Ratsbeschluss, das Gespräch mit der Kirche zu suchen und bis 30. Juni zu klären, wie es mit der Alten Schule weitergeht. „Aber das wird wohl nichts mehr vor der Wahl im September“, vermutete er.

    Während Buske das Thema dem neuen Rat überlassen wollte, plädierten Wrede und Andreas Guth (CDU) dafür, dem neuen Rat wenigstens eine Empfehlung fürs weitere Vorgehen zu geben.

    AZ 19.06.2021

     

  • Anwohner genervt: Heerstraße ist mehr denn je Hauptdurchgangsstraße

    Ribbesbüttel: Anlieger fordern vom Rat zügige Entlastung – Baustelle auf B4 in Ausbüttel verschärft das Problem

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Mit kurzer Tagesordnung kam die jüngste Sitzung des Ribbesbütteler Gemeinderates daher. Zündstoff bot sich dennoch, vor allem wegen der Belastung der Heerstraße durch Ausweichverkehr von der in Ausbüttel noch bis Ende August halbseitig gesperrten Bundesstraße 4.

    In Ausbüttel wird die Bushaltestelle „Dorf“ barrierefrei ausgebaut. Möglich ist das – nicht zuletzt wegen des starken Verkehrsaufkommens von bis zu 22 000 Fahrzeugen pro Tag –nur mit einer halbseitigen Sperrung nebst Ampelschaltung. „Das führt zu erheblichen Rückstaus in beide Richtungen“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Sehr viele Fahrer weichen über Ribbesbüttel und Rötgesbüttel aus. Der kürzeste Umweg führt sie durch die Heerstraße – sehr zum Leidwesen der Anwohner. „Die Straße ist permanenter Bypass der B4. Sie ist für so viel Verkehr gar nicht ausgelegt, vor allem nicht für die ganzen Lastwagen“, verwies Dirk Sonnenfeld auf zerstörte Gossen und Kanaldeckel. Er sei den Verkehr keineswegs allein leid, sondern spreche stellvertretend für alle Anwohner der Straße: „Wir haben alle so einen Hals“, sagte er. Bereits vor ein paar Jahren – also lange vor der Baustelle in Ausbüttel – habe man die Gemeinde auf das Problem hingewiesen. Damals wünschten sich die Anwohner eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach Süden, denn in Richtung Norden sei die Abzweigung in die Straße sehr unübersichtlich und daher besonders gefährlich. „Aber passiert ist seitdem nichts“, ärgerte sich Sonnenfeld.

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    So ruhig ist es hier nicht immer: Die Heerstraße ist Umleitungsstrecke für die halbseitig gesperrte B4, die Anwohner sind genervt. Foto: Ron Niebuhr

    Man sei an dem Problem dran und sich bewusst, dass die Situation für die Anwohner „absolut nicht hinnehmbar“ sei, versicherte Bürgermeister Buske. Angedacht waren etwa auch bauliche Maßnahmen, am besten gefördert durch das Dorfentwicklungsprogramm. Stefan Löbbecke (CDU) ergänzte: „Es ist nicht so, dass Rat und Verwaltung untätig waren“, eine Lösung sei bei diesem „schwierigen Thema“ jedoch nicht ohne Weiteres herbeizuführen.

    Andreas Guth (CDU) wies darauf hin, was eine Einbahnstraße unweigerlich zur Folge hätte: „Dann rollt der komplette Verkehr stattdessen an der Grundschule vorbei.“ Buske wiederum erklärte, dass man in einer Sondersitzung mit den Anwohnern sprechen wolle. Immerhin soll die Straße demnächst für 40-Tonner gesperrt werden. Das Hauptproblem sei letztlich, dass die Umgehung der B4 noch nicht realisiert worden sei, sagte Buske. „Darauf zu warten, hilft uns aber nicht weiter“, erwiderte Sonnenfeld.

    Hinsichtlich des angedachten Gewerbegebietes in Ribbesbüttel, in dem bevorzugt heimische Betriebe angesiedelt werden sollen, stehe man noch ganz am Anfang, erklärte Buske. Es sei weder der Grunderwerb erfolgt noch habe man Flächennutzungs- und Bebauungsplan angepasst. „Vor Herbst 2022 ist daher nicht mit einem Baubeginn zu rechnen“, sagte er.

    AZ 12.06.2021

     

  • Aus dem Bericht des Bürgermeisters

    Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete, dass Treff und Raiffeisengebäude in Vollbüttel seit 4. Juni wieder geöffnet seien. Fälle von Vandalismus am Treff und am benachbarten Kinomuseum habe man zwar bei der Polizei angezeigt. „Der oder die Täter konnten aber nicht ermittelt werden“, bedauerte Buske.

    Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle Dorf in Ausbüttel kostet die Gemeinde 63 500 Euro. Den Löwenanteil der Gesamtkosten von 200 000 Euro trägt das Land Niedersachsen (117 000 Euro), ein weiterer Zuschuss kommt vom Regionalverband Braunschweig (19 500 Euro).

    Giffinet will – trotz nicht erreichter Mindestquote – das Glasfasernetz nun doch in der Gemeinde Ribbesbüttel ausbauen. 60 Prozent der Haushalte im die Samtgemeinden Brome und Isenbüttel umfassenden Vermarktungsgebiet sollten ursprünglich einen Vertrag mit der Firma schließen, nur 43,8 Prozent gingen auf das Angebot ein. Wann der Ausbau erfolge, sei offen, berichtete Buske.

    Den Eichenprozessionsspinner habe man in Birkenweg und Franzosenweg derweil erfolgreich bekämpft. Man wolle prüfen, wie sich die Raupen künftig am besten und zugleich möglichst natürlich beseitigen lassen. rn

    AZ 12.06.2021

  • Erste Bestattungen im „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl. Das Interesse sei groß.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel Der „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“ ist nun komplett ausgestattet und hat schon seine ersten Bestattungen erlebt. Für den Betreiber Julius Löbbecke bestätigt sich seine Vermutung: Die Entscheidung, den familiären Wald für die nächsten 89 Jahre umzuwidmen, entspricht offenbar genau den Wünschen vieler Menschen aus der ganzen Region. Das Interesse ist groß.

    Löbbecke drapiert ein paar Zweige auf dem Urnensockel am Andachtsplatz. „Das Schöne ist im Wald, man muss Deko nicht lange suchen. Eine schönere gibt es gar nicht.“ Der 27-Jährige hat an diesem Tag noch eine Bestattung vor sich – es ist die 18. seit Inbetriebnahme im Winter. „Die erste fand noch bei minus 15 Grad Celsius statt.“

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    Dass alles naturnah ist, ist dem Land- und Forstwirtschaftstudierten wichtig. Die gerade frisch aufgestellte Hinweistafel ist nur aus Eichenpfosten aus dem eigenen Wald gebaut, auch die mittlerweile 15 auf dem ganzen Gelände verteilten Sitzbänke, selbst der neue Fahrradständer, die Vogelhäuschen und die Mülleimer. „Dazu haben wir dreimal ein mobiles Sägewerk aus unserer Region anrollen lassen“, so Löbbecke. Auf dem Gedenkfindling können die Trauergäste Blumen ablegen, aber bitte ohne Plastik oder Drähte.

    Es ist also alles hergerichtet, und es kommen fast täglich Besucher: Bestatter aus der Region, Interessenten, die sich in Vorsorge schon einen Baum aussuchen, Angehörige von Bestatteten, Spaziergänger. Schon die ersten fast 20 Bestattungen zeigten laut Löbbecke eine große Bandbreite der Möglichkeiten: Es habe schon Reden von Pastoren, Angehörigen und Trauerrednern gegeben, danach Live-Musik und welche vom Band – in jeglicher Stilrichtung. „So unterschiedlich die Menschen im Leben waren, so ist es auch bei der Wahl der letzten Ruhestätte.“ Es gibt noch eine Neuerung in Sachen Beschallung: Seit Kurzem hat Löbbecke eine eigene Fernbedienung für das Turmgeläut der St.-Petri-Kirche in Ribbesbüttel. „Der Kirchenvorstand hat nun genehmigt, dass bei Bestattungen die Glocken läuten dürfen.“ Eine Spende zum Erhalt der Glocken sei dafür wünschenswert. Jedenfalls kann sie Löbbecke per Knopfdruck starten, wenn die Urne vom Andachtsplatz zum Grabplatz getragen wird. „Die Bewohner des Dorfes haben sich vielleicht schon gewundert, warum die Glocken häufiger als sonst ertönen.“ Zu hören sind die Glocken jedenfalls auch im Ruhewald deutlich.

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl, alle sind durchnummeriert – von der 220 Jahre alten Eiche bis zum frisch gepflanzten Baum. Am Feuchtbiotop hat Löbbecke jüngst mehr als 50 Laubbäume gepflanzt, von der Wildkirsche über Blutahorn bis zur Kastanie. „Speziell diese Plätze werden gern gewählt. Hier können die Besucher den Bäumen beim Wachsen zuschauen.“

    Und wer will, kann sich auch für den Baum des Jahres 2021 entscheiden: den Ilex. Ein altes Exemplar steht auch zufällig auf dem Areal. Mit den gelockerten Corona-Vorgaben sind nun wieder Gruppenführungen von bis zu zehn Personen möglich.

    Anmeldungen und weitere Infos dazu gibt es unter https://ruhewald-ribbesbuettel.de.

    GR 27.05.2021

  • „Ich dachte, das war’s“: Wie Gerhard Schneider Covid 19 überlebte

    Ribbesbütteler (61) macht schweren Verlauf durch und muss sogar an die Beatmung

    Von Dirk Reitmeister

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    Schweren Verlauf überlebt: Gerhard Schneider aus Ribbesbüttel lag zwei Wochen im Krankenhaus. Die Folgen ist er auch anderthalb Monate später noch nicht los.fotos (2): Lea Rebuschat

    Ribbesbüttel.Der Besucher merkt Gerhard Schneider nicht an, dass es noch vor kurzem spitz auf Knopf um den 61-Jährigen stand. Der Ribbesbütteler berichtet gefasst, klar und deutlich und ohne zu husten von seiner Covid-Erkrankung. Das ist nicht selbstverständlich. Zwei Wochen lag er im Krankenhaus. Zeitweise musste er beatmet werden. „Ich hatte das Gefühl: Das war’s.“

    Das Wohnzimmer in dem Einfamilienhaus in Ribbesbüttel ist nicht mehr komplett. Decken umhüllen die beiden Sessel. Im Sommer beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Umzug wird Gerda und Gerhard Schneider in die Nähe von Tochter und Schwiegersohn in den Raum Nördlingen in Bayern führen. Um ein Haar wäre es ganz anders gekommen. Und das hat mit Nördlingen zu tun.

    Mitte März waren Schneiders zu Besuch dort. Einen Tag nach ihrer Rückkehr meldete sich der Schwiegersohn mit einer Hiobsbotschaft. Positiv auf Corona getestet. Zwei Tage später ging es bei Gerhard Schneider los. Das Drama nahm seinen Lauf.

    „Fieber wie verrückt“, schildert Schneider im Gespräch am Esszimmertisch, sein Tablet in der Hand, in dem er immer wieder nachschaut. „Ich hatte 40 Jahre kein Fieber, wusste gar nicht mehr, wie das geht“, sagt er und schmunzelt. Jetzt kann er wieder lächeln. Das Gröbste dürfte hinter ihm liegen. Vorbei ist es noch nicht.

    Das Gröbste, das waren die Wochen im März und April. Bei seinem Hausarzt malte er sich noch nicht aus, was auf ihn zukommen würde. „Dann wurde es immer schlimmer.“ Ein Freund, der in der Pflege arbeitet, riet ihm dringend, ins Klinikum zu kommen. Wie ernst es um ihn stand, machte ihm ein Gespräch mit einem Klinikarzt deutlich. Dieser stand in der Tür des Zimmers der zur Corona-Station umgewandelten Geriatrie und sagte: „Wenn ich Sie nach Hause schicke, schicke ich Sie in den Tod.“ So weit zum Thema „Gefühlt war es nicht so schlimm“, wie Schneider heute sagt.

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    Diesen Satz des Arztes noch frisch im Ohr ging es für den 61-Jährigen auf die Covid-Intensivstation. „Mit Druckbeatmung.“ Dazu hatte er eine spezielle Maske auf. Zwei oder drei Nächte lang, genau weiß er es nicht mehr. „Ich bin verhältnismäßig schnell wieder auf die Covid-Station gekommen.“

    Der Ribbesbütteler tippt auf sein rechtes Handgelenk. „Die haben mir die Pulsadern geöffnet.“ Zwecks Messung von Blutdruck und Sauerstoffsättigung im Blut. „Ich bin jetzt wirklich krank: Das muss man erst einmal akzeptieren.“ Tage des Bangens auch für Gerda Schneider. Sie war ebenfalls an Covid erkrankt, zuhause in Quarantäne. Bei ihr blieb es bei grippeähnlichen Symptomen. Doch wie geht es dem Ehemann? Sie hatte Angst, allein zurück zu bleiben, sagt die Ribbesbüttelerin und atmet tief durch. „Wir haben uns immer geschützt, sind nirgends hingegangen, hatten keinen Kontakt.“ Nachbarn versorgten sie in der Zeit der Isolation mit dem Nötigsten. Das brachte die Dinge des täglichen Bedarfs, aber auch Nähe und Beistand.

    Lichtblick am 8. April: Schneider durfte das Helios-Klinikum verlassen. „Ich dachte in meiner Naivität, dass ich durch sei. Doch es ging erst richtig los.“ Hustenanfälle bis zum Erbrechen brachten ihn dazu, einen Lungenfacharzt aufzusuchen. Dass er praktisch sofort eine Computertomografie bekam, machte einmal mehr den Ernst der Lage deutlich. Wenigstens keine Embolie, lautete das Ergebnis. aber eine Verengung der Bronchien und Vernarbungen des Lungengewebes.

    „Ich habe tonnenweise Hustenbonbons gegessen“, sagt Gerhard Schneider. Letztendlich hätten Antibiotika geholfen. Schneider holt sein Pedelec aus der Garage. Das hat er sich im November angeschafft. „Ich habe das Gefühl, ein bisschen mehr Power zu haben.“ Aber über 15 Kilometer sei er noch nicht hinaus gekommen. Mehr als 40 Kilometer wie vor Corona kann er sich abschminken. Er braucht noch Geduld. Für den Umzug im Juli hat er eine Firma beauftragt. Umzugskartons und Möbel schleppen? „Das packe ich nicht.“

    Schneiders haben eine Genesenen-Bescheinigung. Damit waren sie neulich Shoppen in Gifhorn, ohne einen Corona-Test machen zu müssen. Ein Privileg, für das sie einen hohen Preis bezahlt haben.

    AZ 19.05.2021

  • Ribbesbütteler Politik beschließt Haushalt

    Der Etat wird auf 700.000 Euro gesenkt.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel In einer eigens für die Verabschiedung des Haushalts angesetzten Gemeinderatssitzung im Raiffeisengebäude in Vollbüttel wurde der Haushalt für 2021 mit zwei Gegenstimmen beschlossen. Krankheitsbedingt fehlten zwei Ratsmitglieder.

    Anlass für die Sonderschicht war die unerwartete Entscheidung der Kommunalaufsicht, die den bereits Anfang März beschlossenen Etat aufgrund eines veranschlagten Kredits von 1,8 Millionen Euro mangels Deckung nicht genehmigt hatte. „Diese Summe war nur für den nicht angestrebten Fall eingestellt, dass wir das geplante Gewerbegebiet als Gemeinde erschließen müssten“, erklärte Bürgermeister Hans-Werner Buske.

    In der Neufassung sind statt 1,8 Millionen Euro nur jene 700.000 Euro als Kredit veranschlagt, die durch die Rücklage gedeckt sind. Nachdem der Etat mit der weitaus höheren Kreditaufnahme einstimmig vom Rat beschlossen wurde, war ich sehr überrascht, dass unerwartet erneuter Redebedarf bestand und ich Überzeugungsarbeit leisten musste“, erklärte Buske, der betonte, dass weiterhin alles darangesetzt wird, einen Investor zu finden.

    Auch der Antrag an die Samtgemeinde, die Erschließung zu übernehmen, wurde lediglich zurückgestellt. „Egal, was kommt, die Entscheidung trifft dann der Rat.“

    Buske berichtete außerdem von Vandalismus am Jugendtreff am Raiffeisengebäude in Vollbüttel. Dort wurde unter anderem der Grill zerstört und der Turm des Kinomuseums beschädigt. Zudem ist das Gelände am Treff massiv mit Glasscherben übersät.

    GR 07.04.2021

  • Regelwerk für Bauten im alten Ortskern steht

    Der Rat Ribbesbüttel beschließt eine Erhaltungssatzung sowie den Etat für 2021.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Nach längerer Vorplanung hat die Politik Nägel mit Köpfen gemacht und die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ beschlossen. Damit ist sichergestellt, dass der Ort in deren Geltungsbereich in seiner Optik erhalten wird.

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    Bürgermeister Hans Werner Buskle (rechts) gratuliert Karin Betker zur Beförderung. Daniela Burucker

    Bei der Sitzung im Vollbütteler Raiffeisengebäude wurde zugleich ein Leitfaden verabschiedet, der Bauwilligen Aufschluss darüber gibt, was bei Um- und Neubauten hinsichtlich Firsthöhe, Dachform und Außenwänden gewünscht ist. Auslöser für die Regelung war der Abriss eines alten Bauernhauses gegenüber der Schule und der Neubau eines Wohngebäudes, das in Große und Optik nicht zur historischen Architektur passt. Dass sich Derartiges wiederholt, wird durch die Begrenzung auf zwei Wohneinheiten bei einer Grundstücksgröße von mindestens 750 Quadratmetern verhindert. „Wenn jemand in diesem Gebiet eine bauliche Veränderung plant, muss er sich mit der Gemeinde auseinandersetzen“, sagte Bürgermeister Hans Werner Buske. „Wir wollen keine strengen Vorgaben sondern individuelle Lösungen.“ Die Arbeitsgruppe, die den Leitfaden entwickelt hat, steht für kostenlose Beratungen in den Startlöchern. Neben den nicht von einem Bebauungsplan erfassten Bereichen der Dorfstraße erstreckt sich der Geltungsbereich auch auf die Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch.

    Zweites großes Thema war der Haushalt für das laufende Jahr. Der einstimmig beschlossene Etat weist im Ergebnishaushalt ein Volumen von rund 2,1 Millionen Euro und eine Deckungslücke von 216.900 Euro aus. Im Finanzhaushalt beläuft sich der Fehlbetrag bei den Investitionen gar auf 770.000 Euro. Der dickste Brocken ist das Gewerbegebiet in Ribbesbüttel. Falls sich dafür kein Investor findet, fasst die Gemeinde dessen Entwicklung in Eigenregie ins Auge.

    Bis Ende März will Buske geklärt haben, wohin die Reise gehen soll. „Wir hoffen auf einen Investor, der die Gemeinde finanziell aus dem Spiel nimmt“, betonte er. Das Projekt hat ein Volumen von 1,8 Millionen Euro. Bei der Erläuterung der Eckdaten stellte der Bürgermeister den „Corona-Effekt“ heraus, der allein bei der Einkommenssteuer ein Minus von 166.000 Euro zur Folge hat. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch den Etat“, sagte er. „Meine persönliche Sicht ist, dass sich der Haushalt erst in einigen Jahren erholen wird.“

    Als Dankeschön für das Werkeln am Haushalt überreichte Buske, Karin Betker einen Blumenstrauß, mit dem Rat und Verwaltung der frisch gekürten Abteilungsleiterin im Samtgemeinde-Finanzressort zugleich zur Beförderung gratulierte. Für die Kommunalwahl am 12. September berief der Rat Tobias Schweckendiek zum Wahlleiter, Stefan Prekale und Petra Rodat zu dessen Stellvertretern.

    GR 06.03.2021

     

  • Sandberg: 1,8 Millionen Euro für Gewerbegebiet

    Ribbesbütteler Rat verabschiedet Haushaltsplan – Corona und die Umlagen machen der Gemeinde schwer zu schaffen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Corona-Pandemie wirkt sich in der Gemeinde Ribbesbüttel erheblich auf die Finanzen aus. Noch sehe es verhältnismäßig gut aus, „die Folgen werden wir wohl erst 2022 und 2023 richtig spüren“, sagte Hans-Werner Buske. Der Bürgermeister erläuterte dem Gemeinderat am Donnerstagabend den Haushaltsplan für 2021.

    2020 schloss man im Ergebnishaushalt mit einem etwas geringeren Minus ab als befürchtet – mit 100 000 statt 322 000 Euro in den roten Zahlen. Das sei aber kein Grund zu überschwänglicher Freude, sagte Buske. Denn man habe lediglich weniger ausgegeben, weil coronabedingt einige geplante Maßnahme verschoben wurden. 2021 kalkuliere man mit einem Minus von 217 000 Euro im Ergebnishaushalt.

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    Gewerbegebiet Sandberg: Für die Erweiterung hat die Gemeinde Ribbesbüttel 1,8 Millionen Euro eingeplant.foto: Sebastian Preuß

    „Dickster Brocken“ im Etat ist das geplante Gewerbegebiet am Sandberg. „Wir haben dafür ein Volumen von 1,8 Millionen Euro angesetzt“, sagte Buske. Zugleich betonte der Bürgermeister aber, dass nach wie vor „noch nichts unterschrieben ist“. Man stehe ganz am Anfang und hoffe weiterhin, dass die Samtgemeinde sich vielleicht doch bereit erklärt, Erschließung und Vermarktung zu übernehmen, oder sich alternativ ein Investor dafür findet.

    Die Steuereinnahmen fallen wesentlich geringer aus als in den Vorjahren. Und „je länger Corona dauert, umso tiefer wird es gehen“, sagte Buske. Er hoffe aber, dass man sich in zwei bis vier Jahren vom „Corona-Effekt“ erholt und aufs alte Niveau zurückkehrt. Schwerer noch als bisher wirken sich bis dahin die Fixkosten aus, allen voran die Samtgemeinde- und Kreisumlage. Sie schlagen 2021 wohl mit fast 894 000 beziehungsweise rund 627 000 Euro zu Buche und machen etwa 73 Prozent der Fixkosten aus. „Ob wir wollen oder nicht: Wir sind finanziell immer mit dabei, wenn am Tankumsee mal wieder ein Kristallturm gebaut werden soll“, sagte Buske.

    Sorgen bereitete dem Bürgermeister das noch sehr verhaltene Interesse an Glasfaseranschlüssen. Derzeit hätten im Vermarktungsgebiet nur 15 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit Giffinet geschlossen. In der Gemeinde Ribbesbüttel seien es 16 Prozent, was 93 von 581 Haushalten entspricht. Für den Netzausbau erwartet die Firma aber eine Quote von 60 Prozent. „Wir brauchen dringend Glasfaser. Das hat Corona uns sehr deutlich gemacht“, sagte er. Im Gemeindebüro etwa erreiche man im Upload nur zwischen 1,6 und 1,9 Mbit.

    Letztlich sprach sich der Gemeinderat bei lediglich einer Gegenstimme mehrheitlich für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ nebst eines Leitfadens aus. Im Kern geht es darum, den dörflichen Charakter im Plangebiet weitestgehend zu bewahren. So soll die Firsthöhe auf neun Meter begrenzt werden. Es sollen nur Tonziegeldächer und Klinkerfassaden erlaubt werden. Grundstücke müssen mindestens 750 Quadratmeter groß sein und dürfen höchstens mit zwei Wohneinheiten bebaut werden. „Wer dort künftig etwas bauen möchte, muss das mit unserem Arbeitskreis besprechen“, sagte Buske.

    AZ 06.03.2021

     

  • Ribbesbüttel gibt bei Gewerbegebiet Gas

    Die Gemeinde sucht einen Investor für die Erschließung des 36.000 Quadratmeter großen Areals.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Die Gemeinde will Nägel mit Köpfen machen und noch 2021 ein Gewerbegebiet auf den Weg bringen. Die Suche nach einem Investor für die fast 36.000 Quadratmeter große Fläche nahe der Peiner Landstraße (L320) läuft auf Hochtouren. Zugleich lässt die Verwaltung die Erschließung des Gebietes in Eigenregie prüfen. Den Finanzbedarf für das Projekt an der Straße Am Sandberg bezifferte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Umwelt,- Bau- und Wegeausschuss auf 1,8 Millionen Euro. Zumindest soll diese Summe für alle Fälle in den Investitionshaushalt eingestellt werden. „Die Zahl wird nicht so hoch ausfallen“, erklärte Buske. „Wer mich kennt, weiß, dass ich den schlimmsten Fall gerechnet habe.“

    Bis Ende März möchte Buske Klarheit haben. Solange steht seine Tür für Investoren und Gewerbetreibende offen.

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    Bürgermeister Hans-Werner Buske mit seiner Hündin Chrissy auf der Fläche des künftigen Gewerbegebietes. Daniela Burucker

    Den Grundsatzbeschluss für das Gewerbe- und Sondergebiet, das auch das Tierheim beherbergen soll, hatte der Gemeinderat im September gefasst. Den Antrag, das Gebiet zu kaufen und zu erschließen, hatte die Samtgemeinde zwischenzeitlich mit der Begründung abgelehnt, laut ihrer Satzung dürfe sie nur Wohngebiete erschließen.

    Ein weiteres Thema war die künftige Gestaltung des alten Ribbesbütteler Ortskerns. Einstimmig votierte das Gremium unter Vorsitz von Stefan Löbbecke für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ sowie für den Aufstellungsbeschluss des gleichnamigen Bebauungsplanes. Planer Hermann Schütze, der die Erhaltungssatzung samt einem Leitfaden mit einer Arbeitsgruppe entwickelt hat, bezeichnete diese Alternative zur üblichen Gestaltungssatzung als „schnelles Instrument“, um den Ort in seiner Optik zu erhalten. Ein Hausbau gegenüber der Schule hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Damit sich so etwas nicht wiederholt, muss jedes Bauvorhaben von der Gemeinde abgesegnet werden. Der Leitfaden gibt Aufschluss darüber, was bei Dachform, Dacheindeckung und Außenwänden gewünscht ist. Löbbecke wies auf das kostenlose Beratungsangebot seitens der Gemeinde hin: „Um Ärger zu vermeiden, sollen Bauwillige das im Vorfeld nutzen.“ Der Geltungsbereich erstreckt sich auch auf die große Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch. Der mit dem Votum für den Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebrachte Bebauungsplan beinhaltet alle Flächen, die nicht von der Erhaltungssatzung oder einem B-Plan erfasst sind. Um eine zu dichte Bebauung zu verhindern, dürfen nur Einzel- und Doppelhäuser mit maximal einer Wohnung pro Haus gebaut werden.

    GR 06.02.2021

  • Ribbesbüttel sucht Investor für neues Gewerbegebiet

    Platz fürs Tierheim und Gewerbe vorgesehen – Bebauungsplan für alten Dorfkern

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Den alten Dorfkern von Ribbesbüttel bewahren – diesen Wunsch hegt die Gemeinde. Ein Arbeitskreis entwickelte zusammen mit dem Planer Hermann Schütz eine Erhaltungssatzung. Zudem soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Weiteres Thema im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss war am Donnerstagabend die Ausweisung eines Gewerbegebietes mit Platz für das neue Tierheim.

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    Ein neues Gewerbegebiet für Ribbesbüttel: Auch das Tierheim soll auf der Fläche unweit der Peiner Landstraße einen Platz finden. foto: Lea Rebuschat/Archiv

    Im September trat die Gemeinde Ribbesbüttel an die Samtgemeinde Isenbüttel mit dem Wunsch heran, ein Gewerbegebiet an der Straße Am Sandberg auszuweisen. Es geht um 36 000 Quadratmeter unweit der Peiner Landstraße. Die Samtgemeinde erklärte sich für nicht zuständig. „Sie realisiert für die Mitgliedsgemeinden nur Wohngebiete“, sagte Hans-Werner Buske. Der Ribbesbütteler Bürgermeister nahm sich der Sache daher zunächst selbst an, geht es doch darum, ortsansässigen Betrieben die Chance zu geben, sich zu vergrößern und in der Gemeinde bleiben zu können. „Wir haben schon einige Interessenten. Vor allem möchten wir auch das Tierheim sehr gern im Dorf halten“, betonte Buske. Auf zusätzliche Steuereinnahmen hofft man ebenfalls. Der Bauausschuss beauftragte den Bürgermeister, bis Ende März Investoren zu suchen und zugleich zu prüfen, ob die Gemeinde ein Gewerbegebiet dieser Größe selbst erschließen und vermarkten kann. Im Haushaltsplan setzte man dafür vorsorglich eine Kreditaufnahme von bis zu 1,8 Millionen Euro an. So viel werde es sicherlich nicht kosten, „aber ich rechne lieber immer mit dem Schlimmsten“, sagte Buske. Die Planung steht eh noch ganz am Anfang: „Es ist bisher nichts unterschrieben worden. Es ist alles noch zu stoppen, wenn der Rat Bedenken hat“, versicherte Buske. Wer sich für Grundstücke im Gewerbegebiet interessiert oder als Investor auftreten möchte, kann sich an die Gemeinde wenden. Planer Schütz stellte dem Ausschuss die Ergebnisse des Arbeitskreises vor: Erhaltungssatzung und B-Plan zielen darauf ab, dass die Gemeinde mitreden kann bei Bauvorhaben im alten Dorfkern. Es soll vermieden werden, dass Neubauten von der üblichen Gestaltung abweichen. Zulässig sollen im Plangebiet nur normal- und dünnformatige Klinker für die Fassaden sowie Tonziegel für die Dächer sein – und zwar beides in naturroten Farbtönen.

    Der B-Plan legt die maximale Gebäudehöhe auf neun Meter fest. Erlaubt sind Einzel- und Doppelhäuser. Die Grundstücksgröße ist mit 750 Quadratmeter beziffert. Das Plangebiet insgesamt ist recht groß, einige Gebäude allerdings sind von den Vorgaben ausgenommen, da für sie der Denkmalschutz mit ohnehin noch viel strengeren Regeln greift. Der Ausschuss stimmte Erhaltungssatzung und Bebauungsplan zu, der Rat befindet voraussichtlich am
    4. März.

    AZ 06.02.2021

  • Schottergärten verhindern:
    Kostenlose Beratung für Bauherren

    Gemeinde Ribbesbüttel und Nabu Leiferde helfen bei naturnaher und pflegeleichter Gestaltung

    Ribbesbüttel. Die Gemeinde Ribbesbüttel möchte dafür sorgen, dass in den Neubaugebieten keine Schottergärten entstehen – Bürgermeister Hans-Werner Buske nennt sie „Gärten des Grauens“. Um die Bürger aus dem Baugebiet Im Langen Ehlern in Vollbüttel zu unterstützen, ihre Gärten anders zu gestalten, hat sie gemeinsam mit dem Nabu einen Flyer entwickelt und bietet darüber hinaus konkrete Unterstützung an. „Wir wollen schon im Vorfeld informieren, damit es gar nicht erst zum Streit beziehungsweise juristischen Auseinandersetzung kommt“, nennt der Bürgermeister den Grund für diesen Flyer.

    „Herzlich willkommen in Vollbüttel“ heißt es im Flyer, den Buske unterschrieben hat. „Mit Ihrem Hausbau im Langen Ehlern sind Sie nun ein Mitglied unserer Gemeinde Ribbesbüttel geworden.“ Dann stellt er kurz die Gemeinde vor, bevor er schreibt: „Unsere Dörfer liegen in einer sehr schönen naturbelassenen Umgebung, dieses soll auch mit Ihrer Unterstützung so bleiben. Insekten, Vögel und andere Gartentiere sollen hier ein zu Hause finden.“ Bevor jemand mit der Gartenplanung beginne, „weise ich ausdrücklich auf die Unzulässigkeit von Schottergärten hin“, schreibt Buske weiter und bezieht sich auf die Niedersächsische Bauordnung. Stattdessen sei ursprünglich geplant gewesen, in Zusammenarbeit mit dem Nabu Leiferde zu einem Vortrag darüber einzuladen, wie ein pflegeleichter und schöner Garten aussehen kann – „aber die derzeitige Lage erlaubt es uns nicht“. Stattdessen hat sich Dierk Hagenah, laut Buske „ein sehr kompetenter Gartenexperte aus Vollbüttel“, bereit erklärt, kostenfrei zu beraten. Wer Fragen zur zukünftigen Pflanzenauswahl habe, könne sich bei ihm melden. Hagenah wohnt in der Hauptstraße 8 in Vollbüttel und ist telefonisch unter (01 62) 233 55 11 sowie unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen. red

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    So nicht: Die Gemeinde Ribbesbüttel will Schottergärten verhindern und bietet Bauherren Unterstützung zur Anlage von naturnahen Gärten an.foto: D. Korsawe

    AZ 02.02.2021

  • Aufgrund des Corona Lockdowns mußte die offizielle Hauptgedenkveranstaltung in Ribbesbüttel abgesagt werden. 

    Aus diesem Grund fand lediglich ein stilles Gedenken mit Herrn Pastor Bausmann und dem Bürgermeister Hans-Werner Buske in Ribbesbüttel statt. 

    Doch wieso sind drei Bilder beigefügt?

    Die Gemeinde Ribbesbüttel besteht aus den Orten Ausbüttel, Ribbesbüttel und Vollbüttel und jede Gemeinde hat eine andere Kirchenzugehörigkeit. 

    Ausbüttel - Kirche Isenbüttel

    Ribbesbüttel - Kirche Ribbesbüttel

    Vollbüttel - Kirche Leiferde

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    Friedhof in Ribbesbüttel

     

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    Friedhof Ausbüttel

     

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     Friedhof Vollbüttel

     

  • Gemeinderat Ribbesbüttel: Tierheim soll in neues Gewerbegebiet ziehen

    Unklarheiten, wie die Umnutzung der Alten Schule finanziert werden soll

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Ein neues Gewerbegebiet möchte Ribbesbüttels Gemeinderat auf den Weg bringen. Daneben ging es in der Sitzung am Mittwochabend im Ausbütteler Schützenheim um den Gaskonzessionsvertrag und die Alte Schule in Ribbesbüttel. Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete zudem aus der laufenden Verwaltungsarbeit.

    „Wir wollen ein neues Gewerbegebiet schaffen, in dem auch ein neues Tierheimes und ein neues Feuerwehrhaus Platz finden“, sagte Buske. Das bisherige Feuerwehrhaus am Gemeindezentrum „ist zu klein und erfüllt auch nicht mehr alle gesetzlichen Auflagen“, erläuterte er. Man könnte es im Zuge der Dorferneuerung in ein Dorfgemeinschaftshaus umwandeln, sobald der Neubau im neuen Gewerbegebiet betriebsbereit sei.

     

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    Ribbesbüttel: Der Gemeinderat möchte den Neubau des Tierheims – hier das bestehende Gelände – in einem neuen Gewerbegebiet ansiedeln. Foto: Lea Rebuschat

    Gewerbetreibende aus der Gemeinde hätten „einige 1000 Quadratmeter Bauland“ nachgefragt, sagte Buske. Insgesamt soll das Gewerbe- und Sondergebiet fast 37 000 Quadratmeter umfassen. Die Samtgemeinde soll sich um Erschließung und Vermarktung kümmern: „Wir können das nicht selbst leisten“, erklärte Buske. Kosten fielen für die Gemeinde demnach nur für die Aufstellung eines Bebauungsplanes an. Doch zunächst einmal wäre die Samtgemeinde bei der Änderung des Flächennutzungsplanes gefordert. Ulf Kehlert (SPD) begrüßte den Wunsch nach mehr Gewerbe. Es sei aber fraglich, ob die Samtgemeinde Erschließung und Vermarktung übernimmt so wie beim Isenbütteler Gewerbegebiet Moorstraße Ost. Hella Klinge (SPD) erinnerte daran, dass die Samtgemeinde zu Tierheim und Feuerwehrhaus noch keine Entscheidung getroffen habe. Christian Wrede (CDU) erwiderte, dass es darum gehe, Betriebe im Ort zu halten, die sich vergrößern wollen. Wenn man darüber hinaus Bauplätze für Feuerwehr und Tierheim vorhalte, zeige man der Samtgemeinde, dass „auch sie etwas davon hat“, sagte er. Der Rat fasste einstimmig einen Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes.

    Ob und wie es mit der Idee weitergeht, die Alte Schule in Ribbesbüttel zu sanieren und für die Dorfgemeinschaft zu nutzen, will der Gemeinderat bis zum 30. Juni 2021 entscheiden. Klar ist derzeit nur, dass man fürs Projekt keine Fördermittel aus dem ZILE-Topf bekommt. „Der ablehnende Bescheid ist bei uns am 7. Juli eingetroffen“, sagte Buske. Da man die Umsetzung des auf bis zu 1,6 Millionen Euro geschätzten Vorhabens per Ratsbeschluss an eine Fördermittelzusage geknüpft hatte, ist der „Vorvertrag mit der Kirche zum Ankauf der Alten Schule unwirksam“, erklärte der Bürgermeister. Den Beschluss zur Sanierung vom 21. Februar 2019 hob der Rat auf. Der Denkmalschutz habe den Rat „auf den Boden der Tatsachen zurück geholt“, sagte Buske. So dürfe man in der Alten Schule unter anderem weder den Boden erneuern noch zusätzliche Wände ziehen oder größere Räume schaffen. Kehlert entgegnete, dass Probleme mit dem Denkmalschutz zu erwarten waren. „Deswegen muss es aber nicht teurer werden“, betonte er. Und selbst wenn es keine Fördermittel über ZILE gebe, habe man immer noch die Chance, Geld über die Dorferneuerung zu bekommen. Allerdings habe sich inzwischen die finanzielle Lage der Gemeinde „drastisch verschlechtert“. Und die Folgen der Corona-Pandemie seien nicht absehbar. „Ich plädiere dafür, dass Rat und Kirchenvorstand noch einmal in sich gehen, ob sie dieses Projekt wirklich stemmen wollen“, sagte der SPD-Ratsherr.

    AZ 25.09.2020

  • Ribbesbütteler plant Ruhewald

    Landwirt Julius Löbbecke möchte vier Hektar des Familienwaldes umfunktionieren.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel Die Sonne blinzelt durch die grünen Blätter hindurch, der Wind streicht sachte durch die Baumwipfel und in der Ferne rufen zwei Vögel um die Wette. Am Ende des Weges, der aus dem Wald herausführt, ist die St.-Petri-Kirche zu sehen. Das Waldstück zwischen Ribbesbüttel und Rötgesbüttel wäre der perfekte Ort für einen Ruhewald, findet Landwirt Julius Löbbecke. So einen möchte der 26-Jährige hier einrichten und betreiben – es wäre der zweite im Kreis Gifhorn und der vierte in der Region.

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    „Wir haben hier ganz alten Baumbestand“, sagt Löbbecke, der die Land- und Forstwirtschaft auf dem Rittergut seiner Eltern in Ribbesbüttel von der Pike auf gelernt hat, „manche sind 190 Jahre alt“. Der 30 Hektar große Mischwald der Familie – vorwiegend mit Eichen und Buchen – wird zurzeit noch in Gänze beforstet. Nadelhölzer werden gerade durch junge Laubbäume ersetzt, der Wald somit zukunftsfähiger gemacht. Hier sagen sich nicht nur Rehe, Wildschweine und Hasen gute Nacht, sondern auch seltene Vögel wie der Pirol. Vier Hektar davon will Löbbecke, der nach seiner Landwirtschaftsausbildung gerade Agrarwissenschaften in Göttingen und Wien im Endstadium studiert, nun gern umfunktionieren: in eine Ruhestätte für alle Menschen aus der Region, die sich nach ihrem Tod lieber in der Natur als auf einem herkömmlichen Friedhof bestatten lassen wollen – den genauen Platz an einem Baum können sie sich schon zu Lebzeiten aussuchen.

    Das Wort Natur ist ernstgemeint, nicht nur weil es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt: Eine Beforstung findet dann für wenigstens 90 Jahre nicht mehr statt, gesägt werden dürfe nur noch für die Verkehrssicherungspflicht. Biologisch abbaubare Urnen finden ihren Platz im Wurzelbereich der Bäume, an den Stämmen können Plaketten mit dem Namen befestigt werden. Kein Grabschmuck, keine Blumen – „die Grabpflege übernimmt dann die Natur“, so der Landwirt. Mal bedeckt sie die Stellen mit Laub, mal mit Schnee, mal mit blühenden Maiglöckchen.

    Die Zufahrt zum Ruhewald würde vom Druffelbecker Weg aus erfolgen, der Wirtschaftsweg soll ausgebaut werden, der bisherige Holzlagerplatz zum Parkplatz umgestaltet werden – „aber wir brauchen nichts neu zu versiegeln“. Durch den Ruhewald sollen nachher Trampelpfade führen, auch um den Tümpel auf der Westseite herum und zu einem Andachtsplatz mit Holzkreuz. „Mir ist wichtig, den natürlichen Charakter des Waldes zu erhalten.“

    Auf die Idee, einen Ruhewald einzurichten, ist Löbbecke vor zwei Jahren gekommen, als er zusammen mit Kommilitonen einen Bekannten besucht hat, der bereits einen solchen betreibt. „Wir haben ihm geholfen und ich habe mir gedacht, das würde mir Spaß machen. Ich bin gern in Wald und Natur.“

    Die Entscheidung aber liegt bei den Behörden des Landkreises – ein 45-seitiges ökologisches Gutachten hat die Familie dort schon vorgelegt – und bei der Samtgemeinde Isenbüttel, die Trägerin des Ruhewalds werden soll. „Die Signale von dort sind gut“, ist Julius Löbbecke zuversichtlich. Nach der Sommerpause beschäftigt sich der Sozialausschuss mit dem Thema. Mit den ersten Bestattungen könne man vielleicht schon nächstes Jahr beginnen.

    Mehr als 200 Ruhewälder gibt es in Deutschland, den nächsten bei Kästorf in ähnlicher Größe. Die danach nächsten und etwas größeren befinden sich bei Uetze (Region Hannover) und Cremlingen (Kreis Wolfenbüttel). Vom Standort her sieht Löbbecke Vorteile für Ribbesbüttel: im Dreieck Gifhorn, Braunschweig und Wolfsburg und von den Zentren nicht weiter entfernt als die anderen Ruhewälder.

    GR 28.07.2020

  • Rötgesbütteler wünschen sich eine bessere Busanbindung zur Bahn

    Rötgesbüttel.  Beim Diskussionsabend in der Bürgerhalle diskutierten Bewohner über den künftigen Stundentakt und den neue Haltepunkt.

    Dirk Kühn

    Ein Meilenstein für den Ort, eine große Errungenschaft für Rötgesbüttel und die umliegenden Orte – „besser geht es eigentlich nicht!“ Lukas Bluth, ÖPNV-Angebotsplaner beim Regionalverband, ließ am Montagabend in der Rötgesbütteler Bürgerhalle an Überzeugungskraft nichts aus, um die Vorzüge des im Bau befindlichen Ausweichgleises, des ab Dezember zu erwartenden Stundentakts auf der Bahnstrecke Braunschweig-Uelzen und des neuen Haltepunkts in Rötgesbüttel anzupreisen. Doch wirklich überzeugen konnte er nicht alle, der knapp 40 Gäste.

    Eingeladen hatte die Wählergemeinschaft in Rötgesbüttel (WiR), die Moderation übernahm Frank Schlimme. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Ideen, Vorschläge, Visionen, die im Idealfall dazu führen, dass von den 2300 Einwohnern der Gemeinde, möglichst viele das Auto stehen lassen, um mit Bus und Bahn zur Arbeit zu fahren. Aber wie soll der Busverkehr an den Bahnhaltepunkt angebunden werden, der künftig fast in der Feldmark liegt und nur über eine Straße erreichbar ist, die für einen Bus zu eng ist und keine Wendemöglichkeit bietet? Dazu Ribbesbüttels Bürgermeister Hans-Werner Buske: Die Planung sei unprofessionell, er habe sich an den Kopf gefasst, als er erstmals davon gehört habe. Diskutiert wurde eine Anbindung des Haltepunktes über die Kreisstraße. Das habe die Bahn jedoch bisher abgelehnt, so Hermann Schölkmann, Rötgesbütteler Bürgermeister. Er signalisierte, gern noch einmal nachhaken zu wollen. Unter Umständen könnte dann der ehemalige Rötgesbütteler Güterbahnhof genutzt werden, eine Fläche, die derzeit von der Kreisstraßenmeisterei in Beschlag genommen ist.

     

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    Ribbesbüttels Bürgermeister Hans-Werner Buske (von links), Rötgesbüttels Bürgermeister Hermann Schölkmann, VLG-Geschäftsführer Stephan Heidenreich und Lukas Bluth, ÖPNV-Angebotsplaner beim Regionalverband. Foto: Dirk Kühn

    Wenig Hoffnung für eine bessere Busanbindung machte auch VLG-Geschäftsführer Stephan Heidenreich den Zuhörern. Er verwies auf die Verknüpfungen in Meine und an der Waldried (Gifhorn-Süd). Der Takt der Linie 111 soll im nächsten Jahr verbessert werden, aber eine konkrete Planung für Rötgesbüttel gebe es nicht. Der Nahverkehrsplan sehe lediglich vor, das Angebot eines Rufbusses für eine Verbindung zwischen Ribbesbüttel und Rötgesbüttel. Auch der Vorschlag, die Linie 111 von Leiferde kommend über Vollbüttel und Ribbesbüttel künftig über Rötgesbüttel fahren zu lassen, fand bei Heidenreich keine Zustimmung. Das verlängere die Fahrt um 10 bis 15 Minuten. Er gestand ein: „Rötgesbüttel liegt so ein bisschen im Windschatten.“

    Klaus Rautenbach, Vorsitzender der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen schlug vor, dass im Nordkreis geplante Bus-on-Demand-Projekt auch auf die Gemeinde Rötgesbüttel auszudehnen. Heidenreich dazu: Eine Ausweitung sei denkbar, wenn das Pilotprojekt zu positiven Ergebnissen führe.

    Rötgesbüttels Bürgermeister mahnte eine Busanbindung nach Leiferde vor allem wegen des Schülerverkehrs an. Wenn die Rötgesbütteler Schüler dort aufs Gymnasium sollen, dann müsse es auch eine Busverbindung geben. Heidenreich stimmte zu, da es derzeit nur ein einziger Schüler sei, habe die VLG eine Vereinbarung mit einem Taxiunternehmen getroffen.

    Zum neuen Haltepunkt erläuterte Schölkmann, dass ein Ingenieurbüro mit der Planung von 25 bis 30 Pendlerparkplatzen beauftragt sei. Sie sollen gegenüber des Regenrückhaltebeckens geschaffen werden.

    GR 10.03.2020

  • Feuerwehr Ribbesbüttel: Wenige Einsätze in 2019

    Jahresbilanz: Teilnahme an vielen Veranstaltungen – Zeit in Ausbildung investiert

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Saison 2019 verlief für Ribbesbüttels Feuerwehr recht überschaubar. Zehn Mal rückten die Kameraden um Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche zu Einsätzen aus, einmal wegen eines Fehlalarmes. Daneben berichteten Jugendfeuerwehrwart Nick Tesch und Kinderfeuerwehrwartin Alicia Schönhoff der Jahresversammlung, wie es um den Nachwuchs steht.

    Mit einem Fehlalarm stiegen die Brandschützer ins Jahr 2019 ein. „Wir wurden zu einer verirrten Silvesterrakete gerufen“, sagte Schlüsche. Die Suche danach blieb entlang der Winkeler Straße jedoch erfolglos. Im weiteren Verlauf des Jahres war die Feuerwehr bei Bränden gefragt im Viehmoor, im Ribbesbütteler Sandweg, auf einem Stoppelfeld und in Wasbüttel. Technische Hilfeleistungen waren unter anderem nötig bei einem Verkehrsunfall in Ausbüttel, zum Abstreuen einer Ölspur auf Sonnenweg, Dorfstraße und Masch sowie zur Unterstützung des Rettungsdienstes.

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    Ausgezeichnet: Ribbesbüttels Feuerwehr ehrte und beförderte im Zuge der Jahresversammlung verdiente Kameraden. Foto: Ron Niebuhr

    Der Ausbildung widmeten sich Aktive bei Truppmann-, Kettensägen-, Funk-, Maschinisten-, Truppführer-, Zugführer- sowie Leiter-der-Feuerwehr-Lehrgängen. Zudem absolvierten die Ribbesbütteler Übungen bei der Catering-Firma Roth im Isenbütteler Gewerbegebiet als Teil des Personalreservezuges 2 sowie in Wasbüttels ehemaliger Schmiede. Unterstützt von den Landfrauen richtete man zwei Blutspendeaktionen aus und in der Kita Drachenburg schaute man zur Brandschutzerziehung vorbei.

    Daneben blieb Zeit zur Pflege der Kameradschaft und Dorfgemeinschaft mit Osterfeuer, Kreisfeuerwehrmarsch bei der Partnerwehr in Lürschau, der Begleitung des Schützenfestumzuges, Eimerfestspielen in Rötgesbüttel und einer Boßeltour rund ums Dorf. Ausgerichtet haben die Ribbesbütteler die Samtgemeindewettkämpfe der Jugendfeuerwehren. Und beim Samtgemeinde-Orientierungsmarsch in Allenbüttel siegten die Aktiven.

    Nick Tesch berichtete, dass sich die Jugendfeuerwehr ums Einsammeln der Weihnachtsbäume und um Sträucher fürs Osterfeuer kümmerte. Er bedauerte, dass sich wieder einmal nicht genug Jugendliche fanden, um beim Samtgemeindewettbewerb anzutreten. Am Samtgemeindezeltlager in Scharbeutz an der Ostsee nahm man dagegen mit sechs Jugendlichen teil, beim Samtgemeinde-Orientierungsmarsch belegte man den dritten Platz.

    Befördert wurden Jörn Schlüsche (Brandmeister), Uwe Scholz und Thomas Stobbe (Erster Hauptfeuerwehrmann), Bernd Bendig (Hauptfeuerwehrmann), Alicia Schönhoff und Maxi Krüger (Oberfeuerwehrfrau/-mann) sowie Inga Schlüsche und Lukas Schölkmann (Feuerwehrfrau/-mann). Ehrungen sprach die Versammlung aus für Oliver Schmitt, der seit 25 Jahren förderndes Mitglied ist, sowie Karsten Dimmler und Bernd Stieghahn nach 40 Jahren im aktiven Dienst.

    AZ 24.01.2020

  • Sieben Neue in Ribbesbütteler Wehr

    2019 rückt die Wehr zu vier Brandeinsätzen aus. Am 18. Januar sammelt die Jugendwehr Tannen.

    Ohse

    Ribbesbüttel Zu vier Brandeinsätzen und sechs technischen Hilfeleistungen mussten die Aktiven der Ortswehr Ribbesbüttel 2019 ausrücken, berichtete Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche auf der Jahresversammlung im Gerätehaus. Dazu kamen ein Fehlalarm und drei Umzugsbegleitungen. Damit befand sich die Zahl der Einsätze auf dem Niveau des Vorjahres.

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    Etliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ribbesbüttel wurden geehrt und befördert.

    Zu den 54 Einsatzstunden wurden 1269 Dienststunden geleistet. Darüber hinaus richtete die Ortswehr die Samtgemeindewettkämpfe der Jugendwehr aus. Mit nach Hause aus Allenbüttel nahmen die Aktiven den Pokal beim Samtgemeindeorientierungsmarsch.

    Mit Carsten Oestmann, Max Oestmann, Matthias Pieper, Norma Pieper, Glenn Pelzer, Andreas Minuth und Carola Minuth gab es im vergangenen Jahr sieben Neueintritte – bei lediglich zwei Austritten. Zum Brandmeister wurde Ortsbrandmeister Schlüsche befördert. Uwe Scholz und Thomas Stobbe wurden zu ersten Hauptfeuerwehrmännern, Bernd Bendig zum Hauptfeuerwehrmann, Alicia Schönhoff und Maxi Krüger zu Oberfeuerwehrleuten, Inga Schlüsche und Lukas Schölkmann zu Feuerwehrleuten ernannt. Geehrt wurden mit der Jahresspange Oliver Schmidt (25 Jahre passives Mitglied), Karsten Dimmler und Bernd Stieghahn (beide 40 Jahre aktiv). Acht Jugendliche sind derzeit in der Jugendwehr. Die sammelt am 18. Januar die Weihnachtsbäume ein. ohs

    GR 16.01.2020

  • Radweg zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel saniert

    Flickstellen und Risse hatten sich gehäuft.

    Landkreis Gifhorn

    Rötgesbüttel Trotz sinkender Temperaturen wird im Landkreis Gifhorn alles daran gesetzt, die Radwege für das nächste Frühjahr fit zu machen. Ein Beispiel ist der Fahrradweg entlang der K 52 zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel. Innerhalb von zwei Wochen wurde das gut einen Kilometer lange Teilstück saniert, wie der Landkreis Gifhorn mitteilt.

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    Gemeinsam mit vielen Beteiligten gab Landrat Dr. Andreas Ebel den Radweg zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel frei.

    „Die Reparaturarbeiten waren dringend nötig“, berichtet Landrat Dr. Andreas Ebel. „In den letzten Jahren haben sich Flickstellen und Risse angehäuft.“ Um die Schäden zu beheben, wurde die K 52 komplett gesperrt. So konnten Deck- und Tragschicht des Radwegs erneuert werden. Die Kosten dafür liegen bei circa 80.000 Euro.

    Auto- und Radfahrer können die Wege nun wieder nutzen. Landrat Ebel gab die Strecke gemeinsam mit der Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn, dem Rötgesbütteler Bürgermeister Hermann Schölkmann und dem Ribbesbütteler Bürgermeister Hans-Werner Buske jetzt offiziell frei.

    „Ich freue mich, dass die Arbeiten so zügig und störungsfrei gelaufen sind. Damit sind wir wieder einen Schritt weiter in der Erfüllung des Radwegesanierungsprogramms“, sagte Landrat Ebel. red

    GR 06.12.2019

  • Protokoll zum Download - Klick HIER

    Uebersicht Ortsbegehung Ausbuettel.pdf - Download

    Uebersicht Ortsbegehung Ribbesbuettel.pdf - Download

     

    Protokoll:     1. Treffen auf OrtsebeneRibbesbüttel und Ausbüttel

    Datum:           07.10.2019

    Ort:                 Alte Schule in Ribbesbüttel

    Uhrzeit:          19:00 Uhr - 21.00 Uhr

    Teilnehmer:  Liste der Teilnehmer (liegt der Gemeinde vor). Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden die Namen der Teilnehmer hier nicht veröffentlicht.

     

     

    Tagesordnung

     

    1. Begrüßung, Vorstellungsrunde und kurze Einführung in die Thematik
    2. Abgleich der ortsbezogenen Maßnahmenansätze aus den Ortsbegehungen in Ribbesbüttel und Ausbüttel, ggf. Ergänzung
    3. Weitere Vorgehensweise und allgemeine Aussagen zu den Förderkonditionen

                           

    1. Begrüßung, Vorstellungsrunde und kurze Einführung in die Thematik

    Herr Buske begrüßt die zahlreichen Teilnehmer und eröffnet die 1. örtliche Arbeitsgruppensitzung für die Orte Ribbesbüttel und Ausbüttel in der alten Schule in Ribbesbüttel.

    Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geben Frau Traub und Herr Broja Hinweise zur weiteren Vorgehensweise und den Fördermöglichkeiten entsprechend der (ZILE Richtlinie).

    Die jeweiligen Arbeitsgruppensitzungen dauern jeweils ca. 2 Stunden. Grundsätzlich sind die Sitzungen offen für alle, so dass jederzeit weitere Teilnehmer an den Sitzungen teilnehmen können. Sofern Interesse vorliegt, können sich weitere Personen zur Mitarbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen über die Gemeinde Ribbesbüttel (T. 05374/3794 Frau Ryll, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anmelden.

    Die Protokollführung übernimmt das Planungsbüro Warnecke. Die Einladungen und Verteilung der Protokolle erfolgt über die Gemeinde.

    Zeitlicher Ablauf der Planerarbeitung:: 

    Juni 2019                  Auswahl des Planungsbüros

    Juli                            Auftaktveranstaltung – Bildung der Arbeitsgruppe(n)

    31.08.                         Ortsbegehungen

    30.09.                        örtliche Versammlung in Rötgesbüttel,

    07.10.                        örtliche Versammlung in Ribbesbüttel/Ausbüttel,

    10.10.                         örtliche Versammlung in Druffelbeck, Klein Vollbüttel, Vollbüttel, Warmbüttel

    ab November           thematische Arbeitsgruppensitzungen 

    1. Abgleich der ortsbezogenen Maßnahmenansätze aus den Ortsbegehungen in Ribbesbüttel und Ausbüttel, ggfs. Ergänzung

    Im Rahmen der 1. Sitzung auf Ortsebene wurden die Ergebnisse aus der Ortsbegehung, die die Ortslagen von Ribbelbüttel und Ausbüttel betreffen, reflektiert und entsprechend ergänzt. Grundlage dafür waren die Ortsbegehungskarten, die den anwesenden Arbeitsgruppenmitgliedern zur Verfügung gestellt wurden.

    Folgende öffentliche Maßnahmenbereiche werden den folgenden thematischen Arbeitsgruppensitzungen (AK) zugeordnet und dort vertiefend behandelt:

    Gemeinde Ribbesbüttel

     

    Ribbesbüttel:

    • Spazier- und Wanderwege (AK Wirtschaft und Tourismus*)
    • Versorgung (AK Wirtschaft und Tourismus*)
    • Umnutzung altes Schulhaus (AK Soziales Leben und Daseinsvorsorge*)
    • Erneuerung der Heerstraße (AK Mobilität und Straßenraum**)
    • Verkehrsberuhigung Peiner Straße (AK Mobilität und Straßenraum**)
    • Erneuerung Schulgebäude und Spielplatz (AK Soziales Leben und

    Daseinsvorsorge*)

    7       Siedlungserweiterung/Innenentwicklung

              (AK Bautradition und Siedlungsentwicklung**)

    Ausbüttel:

     

    • Hochwasserschutz im Verlauf der Ausbütteler Riede (AK Ökologie und Umwelt***)
    • Rückbau der B 4 (AK Mobilität und Straßenraum**)
    • Verbindungsweg an der Bahnlinie (AK Mobilität und Straßenraum**)
    • Betonung der Ortseinfahrt L 320 (AK Mobilität und Straßenraum**)
    • Gestaltung Mehrgenerationenplatz Spielplatz, Grillplatz, Hundeübungsplatz (AK Soziales Leben und Daseinsvorsorge*)

    Ansprechpartner / Moderation  Planungsbüro Warnecke

    *          Herr Broja

    **         Frau Traub

    ***       Frau Frühauf

    1. Weitere Vorgehensweise und allgemeine Aussagen zu den Förderkonditionen

    Geplanter Ablauf der Erarbeitung der Dorfentwicklungsplanung:

    bis März 2020          Thematische Arbeitsgruppensitzungen  

    Mai                            Auslegung des Planentwurfes; Beteiligung der                                    Öffentlichkeit/Träger öffentlicher Belange

    Juni                            Beschluss des DE Planes in den Gemeinderäten

    Juni                            Beginn erster Beratungen für die Antragstellung

    Juli                             whs. Genehmigung des Dorfentwicklungsplanes

    Juni                            Bürgerinformation zur Planung und zur Förderung /

    15.09.                         Beantragung erster Vorhaben (2021/2022)

                                        Förderzeitraum zunächst whs. bis 2026

    Beantragung jeweils jährlich zum 15. Sept

     

    Förderkonditionen im Rahmen der Dorfentwicklung

    • Förderung für Gemeinden richtet sich nach sog. Steuereinnahmekraft
    • Förderquoten für kommunale Projekte (incl. Umsatzsteuer)
    • Gemeinde Ribbesbüttel z.Z. 53 %
    • Gemeinde Rötgesbüttel z.Z. 63 %
    • Samtgemeinde Isenbüttel und Papenteich z.Z. 53 %
    • Kirchengemeinden 35 %
      • ergibt sich eine Erhöhung um 10 % bei inhaltlicher Zuordnung zu den Zielen des ILE Südkreis
      • Bei baulichen Anlagen bestehen für Gemeinden Förderhöchstsummen von 150.000 bis 500.000 EURO.

    Vorstellung der förderfähigen privaten Gebäude

    Auf der einen Seite soll durch die Förderung die historische Bausubstanz gesichert und erhalten bleiben, so dass die unverwechselbare gewachsene Struktur eines jeden Dorfes für die Bewohner im Sinne einer eigenen Identität erlebbar bleibt. Andererseits geht es darum, dass die historischen Gebäude aber auch den zeitgemäßen Ansprüchen hinsichtlich Wohnen und Arbeiten genügen können, um die Benutzbarkeit für die Bewohner entsprechend attraktiv auszubilden.

    Im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms des Landes Niedersachsen werden private Maßnahmen zur Erhaltung, Gestaltung und Verbesserung ländlicher, das Ortsbild prägender Bausubstanz, Umnutzungen von ehemals landwirtschaftlicher Bausubstanz sowie Maßnahmen zur Freiraumgestaltung gefördert.

    Grundsätzlich förderfähig sind:

    • alle landwirtschaftlich genutzten Gebäude

                          (unabhängig vom Baualter)

    • ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude

                    (ca. bis Ende der 1950er Jahre)

    • ortsbildprägende Gebäude
    • Gebäude, die der Dorfgemeinschaft dienen (z.B. DGH, Feuerwehr, Schützenhaus)

    Protokoll erstellt am 30.10.2019, Anlage Ortsbegehungskarten (Monika Traub)