Ribbesbüttel: Biogasanlage für Besucher geöffnet

Ribbesbüttel. Biogasanlage und Blockheizkraftwerk öffnete die Ribbesbütteler Familie Löbbecke am Samstag für Besucher. Die bekamen bei Führungen dank anschaulicher Erklärungen von Stefan Löbbecke eine Idee davon, wie viel Technik und auch Leidenschaft drinsteckt.

Biogasanlage und Blockheizkraftwerk liegen gut 700 Meter auseinander, verbunden sind sie über unterirdische Leitungen. Die Anlage steht außerhalb, das Kraftwerk mittendrin in Ribbesbüttel. Letzteres aus gutem Grund: „So können wir die Wärme auf kurzem Weg zu unseren Kunden liefern“, sagte Löbbecke. Die Wärme, die 50 Haushalte über einen 1000-Kilowatt-Heizkessel im Dorf erreicht, entsteht als Nebenprodukt in der Stromerzeugung mittels eines 900-Kilowatt-Motors.

Den Motor haben Löbbeckes erst Ende 2017 in Betrieb genommen. Zuvor setzten sie auf einen kleineren Motor: „Der lieferte nur 400 Kilowattstunden Strom und Wärme“, sagte Löbbecke. Er musste rund um die Uhr laufen, um den Bedarf zu decken. Jetzt dient er im Grunde nur noch dazu, möglichen Mehrbedarf an Strom oder Wärme aufzufangen. Der große Motor dagegen schafft in nur zehneinhalb Stunden das gleiche Pensum wie der kleine.

Das Blockheizkraftwerk könnte zur Not übrigens auch mit Heizöl betrieben werden. Der 4000-Liter-Tank wäre aber wohl je nach Nachfrage in knapp sechs Stunden aufgebraucht. Da Wärme nicht immer gleich angefordert wird, hat die Ribbesbütteler Familie zwei Pufferspeicher aufgestellt. Oder besser gesagt hingelegt, denn „aufrecht wären sie wohl so hoch wie der Kirchturm“, fassen sie doch jeweils 120.000 Liter. rn

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Leidenschaft für Technik: Stefan Löbbecke erklärte, wie Biogasanlage und Blockheizkraftwerk funktionieren. Ron Niebuhr

AZ 18.06.2018

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