Ausbüttel: Aus der alten Anlage soll das Abfallwirtschaftszentrum Süd werden.

Von Reiner Silberstein

Die Pläne des Landkreises für den Umbau des Wertstoffhofs bei Ausbüttel werden konkreter.

Während die Samtgemeinde Isenbüttel bereits an der Änderung des Flächennutzungsplans feilt und die Gemeinde Ribbesbüttel am Bebauungsplan, berichtet Landrat Andreas Ebel auf Rundschau-Anfrage über Details. Eins ist Fakt: Die einstige Tierkörperbeseitigungsanlage wird komplett abgerissen, sowohl das Gebäude als auch die dafür errichtete, mittlerweile marode Infrastruktur. Denn es braucht Platz für Neues: „Zur Verbesserung des Dienstleistungsangebotes für die Bürger beabsichtigt der Landkreis für die private Selbstanlieferung von Abfällen neben der zentralen Entsorgungsanlage Wesendorf am Standort Ausbüttel das Abfallwirtschaftszentrum Süd zu errichten“, sagt Landrat Ebel. In der ersten Ausbaustufe erfolge die Bau eines komplett neuen Wertstoflhofes mit einem 100 Quadratmeter großen Betriebsgebäude und einer rund 400 Quadratmeter großen Halle. In Letzterer werde eine Werkstatt und eine Annahmestelle für Elektroschrott. eingerichtet. Auf den Außenflächen sollen die Verkehrsanlagen für den Anlieferverkehr aufgebaut werden. Der Flächenbedarf für die erste Ausbaustufe liege bei rund 9000 Quadratmetern, sagt Ebel.

Für die Kosten für Vorarbeiten, Abriss und Neubau des Wertstoffhofes seien 4,2 Millionen Euro veranschlagt.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnte gegebenenfalls eine zweite Ausbaustufe folgen, die die Errichtung einer Umschlaghalle für die durch die Müllabfuhr eingesammelten Abfälle vorsieht. Dafür seien weitere 1000 Quadratmeter Grundstücksfläche nötig. Die Prognose des Kreises: Auf dem Betriebsgelände sollen rund 7000 Tonnen private und gewerbliche Abfälle pro Jahr angenommen und entweder der Verwertung oder der Beseitigung zugeführt werden. Dabei gehe es um Restabfall und Sperrmüll, Altholz, Elektronikschrott, Papier, Metall, Grünabfall und Bauschutt.

Das bringt auch zusätzlichen Verkehr mit sich: Erwartet werden wöchentlich rund 1200 bis 1500 Anlieferungen und circa 25 Abfuhren per LKW. „Die Anlage soll werktags täglich geöffnet werden“, teilt der Landrat mit.

An dem Standort sei mit Ausnahme der Tätigkeit der Jugendwerkstatt, die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für sozial benachteiligte Jugendliche anbietet, keine Behandlung der Abfälle vorgesehen.

Sowohl während der Abrissarbeiten als auch während der Errichtungsphase werde der Repro-Betrieb fortgeführt. Ebel: „Hier für werden übergangsweíse die notwendigen Container für die Jugendwerkstatt des Kırchenkreıses auf einem separierten Teil des Betriebsgeländes gestellt.“ Auch Anlieferungen seitens der Bürger seien weiterhin möglich.

Gifhorner Rundschau 10.06.2017

 

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