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Neues Tierheim: Samtgemeinde lehnt Plan der Gemeinde Ribbesbüttel ab

Wirtschaftliche Erschließung laut Berechnung nicht möglich – Gespräche sollen Lösung bringen

Ribbesbüttel. Das Tierheim in Ribbesbüttel muss und will sein derzeitiges Domizil an der Peiner Landstraße irgendwann in den nächsten Jahren verlassen. Ein geeignetes Grundstück befindet sich gleich in der Nähe. Die Gemeinde Ribbesbüttel will auch dafür das Gewerbegebiet Am Sandberg schaffen. Die Idee, mit der Erschließung und Vermarktung die Samtgemeinde Isenbüttel zu beauftragen, stieß in deren Finanzausschuss nicht auf Gegenliebe. Weitere Gespräche werden folgen.

Der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung würde mit seinem Tierheim gerne in Ribbesbüttel bleiben, die Gemeinde würde es gerne auf ihrem Territorium behalten. „Aber alleine schaffen wir das finanziell nicht“, sagte Ribbesbüttels Bürgermeister Hans-Werner Buske, zugleich Vorsitzender des Finanzausschusses. Dabei bezog er sich sowohl auf das Tierheim als auch auf das komplette Gewerbegebiet.

 

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Standortsuche für das Tierheim: Im Finanzausschuss der Samtgemeinde gab es wenig Zustimmung für die Pläne der Gemeinde Ribbesbüttel. foto: Lea Rebuschat (Archiv)

Die knapp 37 000 Quadratmeter große Fläche soll nördlich der Peiner Landstraße in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Tierheimstandort an das B-Plan-Gebiet Ortfeld II anschließen – und neben dem Tierheim auch Platz für ein neues Feuerwehrgerätehaus sowie Gewerbebetriebe bieten. Sechs Anfragen gebe es bereits, berichtete Hans-Werner Buske. Die Nachfrage von Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff, ob diese auch die voraussichtlichen Grundstückspreise kennen, musste er verneinen.

Laut Berechnung der Samtgemeinde würden diese je nach Art der Erschließung zwischen 38 und 52 Euro je Quadratmeter liegen – eine wirtschaftliche Vermarktung des Gebietes sei damit nicht realistisch. „Ich kann nicht empfehlen, eine Fläche zu kaufen, die dann brach liegen bleibt. Das wäre eine große Investition, die über die Samtgemeindeumlage zu Lasten aller Mitgliedsgemeinden geht“, sagte Metzlaff. Außerdem sei die Samtgemeinde grundsätzlich nicht für die Entwicklung und Vermarktung von Gewerbegebieten zuständig. Die Gemeinde könne das Gewerbegebiet zwar ausweisen, aber ohne die angedachte Hilfe der Samtgemeinde. Das Tierheim ist seit mehr als 30 Jahren in Ribbesbüttel angesiedelt. Dass es dort auch für die nächsten Jahrzehnte bleibt, ist aber auch nach der Diskussion im Finanzausschuss nicht ausgeschlossen. Infrage kommt demnach auch ein Grundstück an der Winkeler Straße. Der Ausschuss stimmte dafür, dass sich Gemeinde Ribbesbüttel, Samtgemeinde Isenbüttel und der Tierschutzverein möglichst schnell beraten, um eine Lösung zu erarbeiten, damit das Tierheim in Ribbesbüttel bleiben kann. „Das begrüße ich natürlich“, sagt Vereinsvorsitzende Andrea Reichstein auf AZ-Nachfrage. Der Verein favorisiere die Lösung im angedachten Gewerbegebiet. „Das wäre ideal. Es müsste sich niemand großartig umgewöhnen“, sagt sie. Angesichts des auslaufenden Mietvertrags für der derzeitige Areal drückt sie aber auch aufs Tempo. Innerhalb der nächsten fünf bis acht Jahre muss der Umzug realisiert werden. „Da muss die Planung langsam losgehen“, sagt Reichstein.

AZ 16.12.2020

 

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