Ausbüttel


Im Jahre 1330 wird Ausbüttel erstmalig als "Asesbutle" genannt. Ausbüttel gehörte zur Grafschaft Papenteich, die 1318 die Grafen von Woldenberg als Lehen Herzog Ottos von Braunschweig besaßen, und die sie 1337 den Herzogen Otto und Wilhelm von Leineburg verkauften. 1489 fehlt Ausbüttel allerdings unter den beim "Pappendike" aufgeführten Orten. Es wäre jedoch erstaunlich, wenn es zu dieser Zeit nicht dazu gehört haben sollte im Hinblick auf seine Nachbarschaft zum Gerichtsort Rötgesbüttel. Nicht auszuschließen ist, dass es um diese Zeit verpfändet war, vielleicht an die Stadt Braunschweig, und daher kein Schatz eingezogen werden konnte, so dass es aus diesem Grunde im Schatzregister nicht aufgeführt ist.
In der Folgezeit gehörte Ausbüttel als Teil der Untergografschaft zum Amt Gifhorn. Lediglich während der kurzen Zeit des Königreiches Westphalen war es 1810-1813 dem Canton Rötgersbüttel im Department Oker eingegliedert.1569 werden 7 zehntpflichtige Höfe und 1 Kote genannt, Mitte des 17. Jahrhunderts 5 Ackerhöfe und 2 Koten. Noch 1777 sind nur 7 abgabepflichtige Feuerstellen genannt. Entsprechend der Hofzahl war Ausbüttel bis ins 18. Jahrhundert ein kleines Dorf von 50-60 Einwohnern. 1811 wurden 90 Bewohner registriert. Mitte des 19. Jahrhunderts stieg seine Einwohnerzahl rasch von 111 (1848) auf 138 (1858) an. Abwanderungen verminderten sie jedoch auf unter 100 (1905 bis 1992).